Sie sind hier: Home > Regional >

Mit Sushimesser Kehle durchgeschnitten: Haft gefordert

Regensburg  

Mit Sushimesser Kehle durchgeschnitten: Haft gefordert

16.09.2019, 12:11 Uhr | dpa

Mit Sushimesser Kehle durchgeschnitten: Haft gefordert. Landgericht Regensburg

Ein Schild mit der Aufschrift "Landgericht, Amtsgericht, Staatsanwaltschaft" hängt an dem Justizgebäude in Regensburg. Foto: Armin Weigel/Archiv (Quelle: dpa)

Er soll seinem Opfer mit einem Sushimesser die Kehle durchgeschnitten haben - für den lebensbedrohlichen Angriff auf seinen Kontrahenten will die Anklagebehörde den mutmaßlichen Täter mehrere Jahre ins Gefängnis bringen. Die Staatsanwaltschaft beantragte am Montag vor dem Landgericht Regensburg eine siebenjährige Freiheitsstrafe für den Gastronomen wegen versuchten Totschlags in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung.

Der Vertreter der Nebenklage forderte im Namen des Opfers eine Verurteilung wegen versuchten Mordes aus Heimtücke, stellte das Strafmaß aber ins Ermessen des Gerichts. Der Verteidiger des Angeklagten plädierte nach Angaben des Gerichtssprechers auf eine Freiheitsstrafe von drei Jahren und neun Monaten wegen gefährlicher Körperverletzung. Das Urteil soll am 25. September verkündet werden.

Laut Anklage hatte der 57 Jahre alte Betreiber des vietnamesischen Lokals am 6. Januar während einer Gesellschafterversammlung ein Messer aus der Küche geholt und seinem drei Jahre jüngeren Pächter die Kehle durchgeschnitten. Das Opfer verlor eineinhalb Liter Blut und musste notoperiert werden. Der Mann ist seit der Tat traumatisiert.

Nach der Version des mutmaßlichen Täters handelt es sich lediglich um einen Unfall. Er habe dem Kontrahenten das Messer nur an den Hals gehalten, um ihn zum Gehen zu bewegen, ließ er das Geschehen zu Prozessbeginn Anfang August von seinem Anwalt schildern. Dann habe sich das Opfer zu seiner Aktentasche nach vorne gebeugt, wodurch er erschrocken sei und den 54-Jährigen versehentlich geschnitten habe.

Vorausgegangen war offenbar ein Streit um die Umsatzbeteiligung und um Schwarzarbeiter-Vorwürfe. Angeklagter und Opfer sind vietnamesische Staatsangehörige. An der Gesellschafterversammlung außerhalb der Betriebszeiten hatten auch die Frau des Angeklagten und deren Sohn teilgenommen.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail


shopping-portal