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Scholz: Aufklärung nach Fehlbildungen bei Neugeborenen

Gelsenkirchen  

Scholz: Aufklärung nach Fehlbildungen bei Neugeborenen

16.09.2019, 13:46 Uhr | dpa

Scholz: Aufklärung nach Fehlbildungen bei Neugeborenen. Sankt Marien Hospital Buer

Das Sankt Marien-Hospital Buer. Hier hat es eine ungewöhnliche Häufung von Neugeborenen mit Handfehlbildung gegeben. Foto: Marcel Kusch (Quelle: dpa)

Nach einer ungewöhnlichen Häufung von Handfehlbildungen bei Neugeborenen in einer Gelsenkirchener Klinik fordert Vizekanzler Olaf Scholz (SPD) eine umfassende Aufklärung. "Natürlich müssen wir rausfinden und muss auch rausgefunden werden von den zuständigen Behörden, ob da irgendwie etwas hintersteckt, was man bekämpfen kann, wenn man es erkannt hat", sagte er im Gespräch mit der "Bild"-Zeitung. Das stehe auch den Eltern und den Kindern zu, um die es gehe. Scholz verwies auch auf Grenzen: "Es gibt sehr viele Daten, die wir über Krankheitsfälle haben, die aus Datenschutzgründen gar nicht ausgewertet werden", sagte Scholz der "Bild". Im Sankt Marien-Hospital Buer waren in 12 Wochen drei Kinder mit fehlgebildeten Händen geboren worden.

In Frankreich gibt es bereits seit längerem eine Debatte, nachdem sich die Fälle von Fehlbildungen bei Babys in einigen Regionen des Landes gehäuft hatten. Die Kinder leiden an einer Deformation von Gliedmaßen. In Frankreich ist das Phänomen unter dem Schlagwort "Babys ohne Arme" bekannt. Besonders im Département Ain im Osten des Landes, im Département Loire-Atlantique im Westen und in Morbihan in der Bretagne kommen seit mehreren Jahren besonders viele Babys ohne Arme zur Welt. Über die Ursache wird spekuliert. So sollen viele der betroffenen Familien in der Nähe von Feldern leben, weshalb der Verdacht im Raum steht, Pestizide könnten für die Fehlbildungen verantwortlich sein. Sie könnten das Trinkwasser verunreinigt haben.

Eine Untersuchungskommission untersuchte seit Herbst 2018 die Fälle. Insgesamt seien 143 Berichte von Menschen mit Fehlbildungen und 43 Beiträge zu Hypothesen über mögliche Ursachen analysiert worden, heißt es im ersten Bericht der Gesundheitsbehörde Anses, der im Sommer veröffentlicht wurde. Eine Ursache für die Fehlbildungen konnten die Experten bisher allerdings nicht finden. Es gab aber auch Kritik an dem Bericht. So wird zum Beispiel bemängelt, dass nicht alle Fälle von Fehlbildungen berücksichtigt worden seien.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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