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Haniel baut um: Erste familienfremde Aufsichtsratschefin

Duisburg  

Haniel baut um: Erste familienfremde Aufsichtsratschefin

16.09.2019, 19:59 Uhr | dpa

Haniel baut um: Erste familienfremde Aufsichtsratschefin. Haniel

Ein Schild mit dem Logo von Haniel. Foto: Rolf Vennenbernd/Archivbild (Quelle: dpa)

Der Duisburger Familienkonzern Haniel will nach schweren Verlusten 2018 und einer erfolgreichen Konsolidierung wieder verstärkt ertragreiche Firmen kaufen. Zugleich werde Haniel im Frühjahr 2020 die Private-Equity-Spezialistin Doreen Nowotne als Aufsichtsratsvorsitzende berufen, teilte das Unternehmen am Montagabend mit. Damit werde die Spitzenposition erstmals außerhalb der Familie vergeben. "Wir wollen nach 263 Jahren ein ganz neues Kapitel in der Haniel-Geschichte schreiben", erklärte Haniel-Chef Thomas Schmidt in der "WAZ" (Dienstag).

In der Haniel-Zentrale in Duisburg sollten ein Drittel der bisher 180 Arbeitsplätze wegfallen, sagte Schmidt der Zeitung. Für Übernahmen peilt Haniel künftig unter anderem die Branchen Gesundheit, Kreislaufwirtschaft, Klimawandel und Automatisierung an. Ziel sei es, mit den Beteiligungen mittelfristig eine Gesamt-Rendite von mehr als neun Prozent zu erzielen, hieß es in der Mitteilung.

Haniel hatte 2018 unter anderem wegen seiner Beteiligung an den schwächelnden Handelskonzernen Metro und Ceconomy einen Verlust nach Steuern von 848 Millionen Euro hinnehmen müssen. Verantwortlich für die tiefroten Zahlen waren vor allem Wertberichtigungen von insgesamt rund 1,1 Milliarden Euro auf die Beteiligungen an dem Großhändler Metro und dem Elektronikhändler Ceconomy (Media Markt Saturn).

Im Frühjahr 2018 hatte Haniel bereits die Weichen für den Ausstieg aus dem Metro-Engagement eingeleitet, das dem Familienunternehmen in den vergangenen Jahren schon erhebliche Verluste beschert hatte. Im ersten Schritt wurden 7,3 Prozent der Metro-Stammaktien an den tschechischen Milliardär Daniel Kretinsky veräußert, der sich gleichzeitig eine Option auf das verbliebene 15,2 prozentige Metro-Aktienpaket sicherte. Er rechne fest damit, dass Kretinsky seine Option für die weiteren 15,2 Prozent an Metro auch nutze, sagte Schmidt in dem Zeitungsinterview.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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