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Keine Favoriten bei SPD-Vorsitz: Roth: positive Stimmung

Baunatal  

Keine Favoriten bei SPD-Vorsitz: Roth: positive Stimmung

17.09.2019, 05:25 Uhr | dpa

Keine Favoriten bei SPD-Vorsitz: Roth: positive Stimmung. Lars Klingbeil

Lars Klingbeil, SPD-Generalsekretär. Foto: Swen Pförtner/Archivbild (Quelle: dpa)

Zur Halbzeit der bundesweiten Kandidaten-Tour der Bewerber-Duos für den SPD-Vorsitz hat sich nach Ansicht von Generalsekretär Lars Klingbeil noch niemand absetzen können. "Es gibt keine Favoriten", sagte er am Montagabend im nordhessischen Baunatal der Deutschen Presse-Agentur bei der elften von 23 Etappen. Bei den bisherigen von ihm besuchten Regionalkonferenzen habe mal das eine und mal das andere Duo besonders punkten können. Sein Zwischenfazit daher: Die Mitglieder hätten diesmal eine echte Entscheidung. Es sei wichtig, die Basis zu beteiligen. Es solle keine Entscheidung von wenigen Leuten im Hinterzimmer sein.

Zur Vorstellung der sieben Kandidatenteams - alle bestehend aus einem Mann und einer Frau für eine künftige Doppelspitze - sagte Klingbeil: "Wir haben spannende Teams, die unterschiedliche Akzente setzen." Von den künftigen Hoffnungsträgern erwartet Klingbeil, dass sie die SPD einen. Die SPD müsse mutiger, optimistischer und ausstrahlungsfähiger werden. "Ich wünsche mir, dass wir eine andere Körperhaltung einnehmen, und da kommt es maßgeblich auf die neue Parteiführung an."

Die Kandidaten-Paare stellten sich am Montag den rund 850 Besuchern in der Baunataler Stadthalle im Selbstporträt vor und beantworteten Fragen, unter anderem aus dem Publikum. "Es gab heute Abend niemanden, der als haushoher Sieger vom Platz gegangen ist", beurteilte Klingbeil nach der Veranstaltung.

Ein Heimspiel war es für Michael Roth, den einzigen Kandidaten aus Hessen. Der langjährige Bundestagsabgeordnete aus Bad Hersfeld stieg 2013 in Berlin zum Staatsminister für Europa im Auswärtigen Amt auf.

Klingbeil bemerkte, dass Roth "in seiner Heimatregion viel Unterstützung" bekommen habe. Doch wichtig sei gewesen, dass mit allen Bewerbern fair umgegangen worden sei. Roth selbst sagte, dass er für sich und seine Mitstreiterin eine "positive Stimmung" wahrgenommen habe.

Roth (49) tritt mit der früheren NRW-Familienministerin Christina Kampmann (39) an. Roth lobte das Bewerber-Casting: Das Verfahren werde gut angenommen. Es sei eine Chance für die SPD, sich von ihrer besten Seite zu zeigen. Die Partei solle einen echten Aufbruch wagen. "Wichtig ist, dass wir neues Selbstbewusstsein entwickeln, dass wir nicht nur über uns selber reden, sondern dass wir auch daran denken: Was interessiert die Menschen draußen? Und was erwarten sie von uns?"

Die Kandidaten für die Nachfolge der zurückgetretenen Partei-Chefin Andrea Nahles werben auf insgesamt 23 Regionalkonferenzen bundesweit für ihre Positionen. Der Auftakt war am 4. September in Saarbrücken. Die letzte Veranstaltung ist am 12. Oktober in München. Die neue Parteispitze wird bei einer Mitgliederbefragung im Oktober bestimmt. Das Ergebnis der Abstimmung wird am 26. Oktober verkündet. Danach müssen die Delegierten des Bundesparteitags in Berlin (6. bis 8. Dezember) den Vorschlag der Parteibasis noch bestätigen.

Bislang haben Klingbeil zufolge bei elf Veranstaltungen mehr als 7000 Leute teilgenommen. Das Publikumsinteresse in Baunatal sei mit 850 Teilnehmern überdurchschnittlich gewesen. Am Dienstag erwartet die SPD in Berlin die publikumsstärkste Regionalkonferenz. "Das Willy-Brandt-Haus wird aus allen Nähten platzen", sagte Klingbeil. Angesichts von 2500 Anmeldungen wisse er noch gar nicht, "wie wir das platzmäßig alles machen". Zudem gebe es Public Viewings mit Übertragungen der Rededuelle.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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