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Jeder zehnte Medizin-Studienplatz für angehende Landärzte

Schwerin  

Jeder zehnte Medizin-Studienplatz für angehende Landärzte

17.09.2019, 14:44 Uhr | dpa

Jeder zehnte Medizin-Studienplatz für angehende Landärzte. Studenten in einem Hörsaal

In einem Anatomie-Hörsaal verfolgen Studenten des ersten Studienjahres eine Vorlesung. Foto: Waltraud Grubitzsch/Archiv (Quelle: dpa)

Die Landarztquote rückt näher: Ab dem Wintersemester 2021 soll jeder zehnte Medizin-Studienplatz in Mecklenburg-Vorpommern für Bewerber reserviert werden, die nach ihrem Studium mindestens zehn Jahre als Landarzt im Nordosten arbeiten wollen. Dazu hat das Kabinett am Dienstag in Schwerin das "Gesetz zur Sicherstellung der hausärztlichen Versorgung mit besonderem öffentlichen Bedarf des Landes Mecklenburg-Vorpommern" auf den Weg gebracht. Der Entwurf gehe jetzt in die Anhörung zu den Verbänden, teilten Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) und Gesundheitsminister Harry Glawe (CDU) nach der Kabinettssitzung gemeinsam mit.

Für die Einführung der Landarztquote muss außerdem das Hochschulzulassungsgesetz geändert werden. Bildungsministerin Bettina Martin (SPD) brachte den Entwurf dafür Anfang September in den Landtag ein. Eine weitere Sonderquote für Studienplätze ist demnach für Athleten aus dem Bundeskader der Olympiastützpunkte im Land geplant, weil sie wegen ihres Sports an Mecklenburg-Vorpommern als Studienort gebunden sind.

Hintergrund für das geplante Gesetz für die Landarztquote ist der sich abzeichnende Mangel an Hausärzten in den kommenden Jahren, besonders im ländlichen Raum. In Mecklenburg-Vorpommern praktizieren nach Angaben der Kassenärztlichen Vereinigung gegenwärtig rund 1200 Hausärzte. Gut ein Drittel (35 Prozent) von ihnen sind zwischen 50 und 59 Jahre alt und gehen voraussichtlich in sechs bis 15 Jahren in den Ruhestand. Jährlich beginnen 400 junge Menschen in Mecklenburg-Vorpommern ein Medizinstudium.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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