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Richterin Toporzysek tritt aus Schalker Ehrenrat zurück

Gelsenkirchen  

Richterin Toporzysek tritt aus Schalker Ehrenrat zurück

17.09.2019, 19:20 Uhr | dpa

Richterin Toporzysek tritt aus Schalker Ehrenrat zurück. Clemens Tönnies

Schalkes Präsident Clemens Tönnies vor Spielbeginn. Foto: Bernd Thissen/Archivbild (Quelle: dpa)

Wenige Wochen nach der Entscheidung des Schalker Ehrenrates im Fall Clemens Tönnies ist Richterin Kornelia Toporzysek aus dem Gremium des Fußball-Bundesligisten zurückgetreten. "Ich bedanke mich für das Vertrauen, das viele Mitglieder in mich gesetzt haben. Sie haben von mir als Richterin erwartet, dass ich das Amt objektiv, unabhängig und ohne Ansehung der Person ausüben werde", teilte Toporzysek am Dienstag zunächst auf Twitter und dann in einem Schreiben mit, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.

"Ich glaube nicht mehr daran, dass die (vereins-)internen Strukturen eine meinem Amtsverständnis entsprechende Erfüllung der Aufgaben zulassen", begründete Toporzysek ihren Schritt. Zuerst hatte der Berliner "Tagesspiegel" über die Personalie beim FC Schalke 04 berichtet.

Der Rücktritt der Richterin vom Oberlandesgericht Düsseldorf, den der Revierclub am Dienstag bestätigte, steht offenbar im Zusammenhang mit den als "rassistisch" empfundenen und kritisierten Äußerungen des Schalker Aufsichtsratsvorsitzenden Tönnies beim "Tag des Handwerks" in Paderborn. Der Ehrenrat hatte sich anschließend mit dem Fall beschäftigt, Tönnies ließ nach einer Unterredung sein Amt für drei Monate ruhen. Der Ehrenrat bezeichnete den Rassismus-Vorwurf gegen Tönnies als "unbegründet", verurteilte aber einen Verstoß gegen das "Diskriminierungsverbot". Vielen Beobachtern erschien die Strafe als zu milde.

Laut Schalke ist der Ehrenrat auch mit nun nur noch vier Mitgliedern "satzungsgemäß beschlussfähig". Den Rücktritt von Toporzysek wollte der Verein nicht kommentieren.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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