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Phosphor in der Ostsee: Forscher präsentieren Maßnahmen

Rostock  

Phosphor in der Ostsee: Forscher präsentieren Maßnahmen

18.09.2019, 02:33 Uhr | dpa

Phosphor in der Ostsee: Forscher präsentieren Maßnahmen. Wissenschaftlerin im Labor

Eine Wissenschaftlerin untersucht verschiedene Stoffe in einem Labor. Foto: Adam Warzawa/epa/Archivbild (Quelle: dpa)

Forscher unter anderem des Leibniz-Instituts für Ostseeforschung (IOW) und der Universität Rostock haben einen Katalog zur Reduzierung der Phosphorbelastung in Warnow und Ostsee vorgelegt. Untersuchungen hätten vor allem drei wichtige Maßnahmen ergeben, sagte Projekt-Koordinator Günther Nausch am Mittwoch in Rostock-Warnemünde. Dazu zähle die Sanierung mehrerer Seen, die Phosphor an die Warnow abgeben. Zudem müsse die Technik kleiner Klärwerke so ausgebaut werden, dass Phosphor effizienter zurückgehalten werde. Auch landwirtschaftliche, teils marode Drainagesysteme im Wassereinzugsgebiet des Flusses seien eine Phosphorquelle. Sie müssten saniert und mit Filtern ausgestattet werden.

Phosphor ist ein wichtiger Dünger in der Landwirtschaft, wird dem IOW zufolge jedoch teilweise von den Anbauflächen in Gewässerökosysteme geschwemmt. Ein Großteil erreiche das Meer, wo zu große Phosphormengen erhebliche Umweltprobleme verursachen können. Übermäßiges Wachstum von Phytoplankton führe zur Erhöhung der Wassertrübung sowie zu mitunter giftigen Algenblüten, zu akutem Sauerstoffmangel durch deren Zersetzung und damit auf lange Sicht zu einem Verlust der Artenvielfalt.

In dem vom Bund geförderten Projekt mit dreijähriger Laufzeit wurde den Angaben zufolge erfasst, an welchen Stellen der Nährstoff in die Warnow gelangt und wo er sich absetzt. Die vorgeschlagenen Maßnahmen seien wichtig, um etwa die Anforderungen der EU-Wasserrahmenrichtlinie und des Ostseeaktionsplans zu erfüllen.

In Mecklenburg-Vorpommern erreichen demnach 97 Prozent der Fließgewässer, 82 Prozent der Seen und 100 Prozent der Küstengewässer den angestrebten guten ökologischen Zustand nicht. Neben dem IOW und der Universität Rostock waren an dem Projekt das Institut für ökologische Forschung und Planung GmbH "biota" und das Staatliche Amt für Landwirtschaft und Umwelt Mittleres Mecklenburg beteiligt.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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