Sie sind hier: Home > Regional >

Studie: NRW bei Ausbildungsplätzen unter dem Bundesschnitt

Gütersloh  

Studie: NRW bei Ausbildungsplätzen unter dem Bundesschnitt

18.09.2019, 05:43 Uhr | dpa

In Nordrhein-Westfalen fehlen laut einer Studie Ausbildungsplätze, obwohl zugleich viele Stellen von Betrieben nicht besetzt werden können. Das ist das Ergebnis des am Mittwoch in Gütersloh veröffentlichten "Ländermonitors berufliche Bildung 2019". Das Projekt von Wissenschaftlern aus Göttingen wird von der Bertelsmann-Stiftung gefördert. Zwar ist die Zahl der unvermittelten Jugendlichen von 25 932 im Jahr 2009 auf 21 960 im vergangenen Jahr gesunken. Gleichzeitig aber vervierfachte sich bis 2018 die Zahl der unbesetzten Ausbildungsstellen auf 9591.

Laut Studie gibt es in NRW 91,2 Stellen für 100 Bewerber. Damit hat sich laut den Autoren in den zurückliegenden Jahren die Situation der Ausbildungssuchenden verbessert (2013: 86,6 zu 100). Im Bundesvergleich (96,6 zu 100) hinkt Nordrhein-Westfalen aber hinterher.

Die Wissenschaftler verweisen dabei auf die großen regionalen Unterschiede in NRW genauso wie in ganz Deutschland. Die beste Ausbildungssituation meldet demnach Coesfeld mit einen Angebots-Nachfrage-Verhältnis von 99 zu 100, Schlusslichter in NRW mit 82 und 79,9 sind Oberhausen und Hagen.

Für über 60 Prozent der unbesetzten Stellen in NRW gibt es Interessierte. Dennoch finden die Betriebe und die Jugendlichen nicht zueinander. Besonders betroffen sind kaufmännische Berufe sowie das Baugewerbe.

"In diesen Fällen muss es gelingen, mehr Brücken zwischen Jugendlichen und Betrieben zu bauen", so Claudia Burkard, Berufsbildungs-Expertin der Bertelsmann-Stiftung. "Betriebspraktika sind beispielsweise eine gute Möglichkeit, um Jugendlichen und Betrieben ein gegenseitiges Kennenlernen zu ermöglichen und Vorurteile auf beiden Seiten abzubauen."

Bei fast einem Viertel (23,8 Prozent) der unbesetzten Stellen passen die Berufswünsche der Jugendlichen mit den angebotenen Plätzen nicht überein. Ein Bewerberplus gibt es in den Elektro- und Metallberufen und im Medizinbereich. Jeder sechste Ausbildungsplatz bleibt unbesetzt, weil Bewerber und Betrieb aus unterschiedlichen Regionen in NRW kommen.

"Gerade vor dem Hintergrund des Fachkräftemangels muss jeder junge ausbildungsinteressierte Mensch unabhängig von Herkunft und Schulabschluss die Chance auf einen Ausbildungsplatz bekommen", sagt Burkard. Die Expertin fordert, dass in Regionen, in denen viele Bewerber leer ausgehen, öffentlich geförderte Ausbildungsplätze vorgehalten werden.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail


shopping-portal