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Nach Vorfällen bei Carl Zeiss Jena: Wohnungsdurchsuchungen

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Nach Vorfällen bei Carl Zeiss Jena: Wohnungsdurchsuchungen

18.09.2019, 08:28 Uhr | dpa

Nach Vorfällen bei Carl Zeiss Jena: Wohnungsdurchsuchungen. Polizei-Blaulicht

Auf einem Streifenwagen leuchtet das Blaulicht. Foto: Lino Mirgeler/Archivbild (Quelle: dpa)

Vier Monate nach Ausschreitungen bei einem Fußballspiel des FC Carl Zeiss Jena hat die Polizei am Mittwoch vier Wohnungen von Verdächtigen durchsucht. Unter anderem sicherten die Beamten Material, das Hinweise auf Graffiti-Straftaten sowie Verstöße gegen das Sprengstoffgesetz wegen illegaler Pyrotechnik ergab. Polizeiangaben zufolge wurden digitale Speichermedien, elektronische Geräte, Schriftstücke und weitere Funde sichergestellt.

Einer Sprecherin zufolge wird nach den Ausschreitungen am 18. Mai 2019 aber auch gegen fünf Polizeibeamte ermittelt, die "nicht rechtmäßig gehandelt haben könnten". Entsprechende Hinweise aus der Fanszene hätten hinreichende Anfangsverdachte ergeben, entsprechende Anzeigen wurden demnach durch die Sonderkommission "Fußball" der Landespolizeiinspektion Jena eingeleitet.

Vor vier Monaten war es vor einem Fußballspiel zwischen dem FC Carl Zeiss Jena gegen den TSV 1860 München zu Ausschreitungen gekommen. Vor dem Spiel zerschlugen die Anhänger des FC Carl Zeiss Jena die Scheibe eines Polizeiwagens, außerdem durchbrachen etwa 500 Fans eine Polizeikette. Beamte wurden mit Steinen, Flaschen und Einsatzgittern beworfen, wie die Behörde damals mitteilte. 13 Polizisten wurden leicht verletzt.

Die Staatsanwaltschaft Gera ermittelt wegen Landfriedensbruch gegen mehrere Anhänger des Fußballvereins und hatte Durchsuchungsbeschlüsse für Wohnungen in Jena, Freienorla und Zeulenroda-Triebes beantragt. Die gesicherten Beweismittel vom Mittwoch sollen der Staatsanwaltschaft vorgelegt werden, teilte die Polizei mit.

Die Stadt Jena veröffentlichte am Mittwoch eine Allgemeinverfügung für künftige Fanmärsche bei FC Carl Zeiss Jena-Spielen. Diese sollen demnach auf einer neuen Standardroute verlaufen, um die Organisation der Polizei zu erleichtern.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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