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Studie: Azubi-Stellen in Rheinland-Pfalz häufig unbesetzt

Ludwigshafen am Rhein  

Studie: Azubi-Stellen in Rheinland-Pfalz häufig unbesetzt

18.09.2019, 14:21 Uhr | dpa

Studie: Azubi-Stellen in Rheinland-Pfalz häufig unbesetzt. Azubis

"Azubis gesucht" steht auf einem Banner. Foto: Martin Schutt/Archivbild (Quelle: dpa)

Betriebe in Rheinland-Pfalz und mögliche Azubis finden oft nicht zusammen. Das geht aus einer Studie zur beruflichen Bildung hervor, deren Ergebnisse die Bertelsmann Stiftung am Mittwoch veröffentlichte. Demnach sank zwar die Zahl der unvermittelten Bewerber, gleichzeitig blieben aber auch mehr Stellen offen: Im vergangenen Jahr hätten landesweit rund 3900 Bewerber keine Stelle gefunden. 2009 seien es noch rund 4300 gewesen. Im gleichen Zeitraum sei die Zahl der unbesetzten Azubi-Stellen von etwa 870 auf 2565 angestiegen.

Bei mehr als der Hälfte der Stellen gebe es zwar interessierte Jugendliche in der entsprechenden Region. Allerdings sei trotzdem kein Vertrag abgeschlossen worden, oft weil der Ausbilder den Bewerber oder der potenzielle Azubi den Betrieb nicht geeignet gefunden habe. Ein anderer Grund für die offenen Stellen: Die Berufswünsche und die Ausbildungsplätze passen laut Studie bei etwa einem Drittel der Fälle nicht zueinander. Bei Elektro-, Informatik- und Metallberufen gebe es beispielsweise deutlich mehr Bewerber als Angebote.

Dietmar Muscheid, Vorsitzender des Deutschen Gewerkschaftsbundes Rheinland-Pfalz/Saarland, sieht die Betriebe in der Pflicht, attraktiver zu werden. "Es sind die Branchen, die die schlechtesten Ausbildungsbedingungen bieten, die keine Auszubildenden finden", sagte er am Mittwoch. Die Landesregierung und Arbeitsagentur müssten zudem konkrete Maßnahmen aufzeigen, um zu verhindern, "dass so viele junge Menschen auf dem Weg von der Schule ins Berufsleben auf der Strecke bleiben".

Die Untersuchung "Ländermonitor berufliche Bildung 2019" wurde von der Wirtschaftspädagogik der Universität Göttingen und vom Soziologischen Forschungsinstituts in Göttingen durchgeführt. Für das Projekt wurden der Bertelsmann Stiftung zufolge unter anderem Daten von der Bundesagentur für Arbeit und den statistischen Ämter des Bundes und der Länder ausgewertet. Der Ländermonitor erschien erstmals 2015 und wird alle zwei Jahre aktualisiert.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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