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VRR kündigt Vertrag mit Betreiber der Linien S1 und S4

Gelsenkirchen  

VRR kündigt Vertrag mit Betreiber der Linien S1 und S4

18.09.2019, 15:47 Uhr | dpa

VRR kündigt Vertrag mit Betreiber der Linien S1 und S4. Das VRR-Logo klebt am an einem Fahrkartenautomaten

Das VRR-Logo klebt am an einem Fahrkartenautomaten im Hauptbahnhof in Düsseldorf. Foto: Martin Gerten/Archivbild (Quelle: dpa)

Der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) hat den Mitte Dezember beginnenden Vertrag mit dem vorgesehenen neuen Betreiber der wichtigen Nahverkehrs-Linien S1 und S4 gekündigt. Die Keolis Deutschland GmbH & Co. KG (Keolis), besser bekannt als Eurobahn, könne etwa die Hälfte der notwendigen Planstellen für Zugführer nicht besetzen, teilte der VRR am Mittwoch offiziell mit. Die "WAZ" hatte zuvor berichtet. Der Verkehrsvertrag mit Keolis hatte eigentlich am 15. Dezember in Kraft treten sollen. Die S1 ist die zentrale S-Bahn-Linie im Ballungsraum Rhein-Ruhr, sie verkehrt zwischen Solingen und Dortmund. Die S4 fährt zwischen Dortmund und Unna.

Auswirkungen auf den Fahrplan und die Kunden habe dieser Schritt nicht. Mit einer Notvergabe solle der derzeitige Betreiber, die DB Regio AG, die Betriebsleistungen behalten. Diese Notvergabe würde für maximal zwei Jahre gelten, so der VRR. In diesem Zeitraum solle mit einer neuen Ausschreibung ein Betreiber gesucht werden.

Die Deutsche Bahn betonte dazu, dass insbesondere ihre freiwerdenden Lokführer schon für andere Einsatzbereiche verplant seien. "DB Regio NRW würde jedoch alles daransetzen, die für den Weiterbetrieb erforderlichen Personale zu mobilisieren und alle Kräfte zu bündeln", teilte ein Bahn-Sprecher mit.

"Fehlende Triebfahrzeugführer sind in der Branche ein bekanntes Problem, das dringend über Ausbildungsprogramme behoben werden muss. Jedoch kann Keolis realistisch binnen drei Monaten keine rund 60-80 Mitarbeiter qualifizieren und somit keinen verlässlichen Fahrbetrieb garantieren", sagte VRR-Vorstandssprecher Ronald R.F. Lünser. Der Vertrag mit Keolis, der Deutschland-Tochter des französischen Staatskonzerns SNCF, war 2016 geschlossen worden.

Das Unternehmen zeigte sich in einer ersten Reaktion "enttäuscht und schockiert" darüber, von dem Schritt aus den Medien erfahren zu haben. Man wolle die Situation zügig klären, teilte Keolis mit. Weitere Angaben machte das Unternehmen vorerst nicht.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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