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Landesweite Impfkampagne gegen Krebs gestartet

Stralsund  

Landesweite Impfkampagne gegen Krebs gestartet

18.09.2019, 17:41 Uhr | dpa

Landesweite Impfkampagne gegen Krebs gestartet. HPV-Impfung

Eine Impfung gegen humane Papillomviren (HPV) für Mädchen zwischen 12 und 17 Jahren. Foto: Mick_Tsikas/epa/Archivbild (Quelle: dpa)

Die Stiftung "Betroffen" hat in Stralsund eine landesweite Impfkampagne gegen Krebs gestartet. Gegen die krebsauslösenden Humanen Papillomviren (HPV) existiere seit 2006 eine sichere und wirksame Impfung, teilte das Gesundheitsministerium am Mittwoch mit. Trotzdem sei landesweit nur knapp die Hälfte aller Mädchen im Alter von 9 bis 14 Jahren und kaum ein Junge im gleichen Alter geimpft. "Das muss sich ändern", forderte der Ärztliche Direktor und Chirurgie-Chefarzt am Helios Hanseklinikum Stralsund, Matthias Birth.

Einige HPV-Typen seien für die Vorstufen von Gebärmutterhalskrebs, Krebs im Anus und im Mund-Rachen-Raum verantwortlich. Eine Impfung gegen Krebs sei jahrzehntelang ein medizinischer Traum gewesen. "Diese Chance müssen wir nutzen und die Impfrate erheblich steigern, um unsere Kinder zu schützen", sagte der Stiftungsgründer.

Prominente Unterstützerin der Kampagne ist die Fernseh- und Radio-Moderatorin Andrea Ballschuh, Mutter einer neunjährigen Tochter. "Stellen Sie sich vor, Sie könnten Ihr Kind mit einer einfachen Impfung vor Krebs schützen. Toll, oder?", sagte sie. Die Ständige Impfkommission des Robert Koch-Instituts empfiehlt die HPV-Impfung für Mädchen und Jungen zwischen 9 und 14 Jahren, also möglichst vor dem ersten Geschlechtsverkehr. Das sei entscheidend, da die Impfung nutzlos ist, wenn die Viren einmal übertragen wurden, wie Birth sagte. Er will vor allem in Schulen für die Impfung werben.

Das Gesundheitsministerium unterstützt die Kampagne mit 40 000 Euro über zwei Jahre. Die Stiftung investiert in dem Zeitraum 30 000 Euro.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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