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Sachsens Betriebe mit hohem Fachkräftebedarf

Dresden  

Sachsens Betriebe mit hohem Fachkräftebedarf

19.09.2019, 13:52 Uhr | dpa

Sachsens Betriebe mit hohem Fachkräftebedarf. Fachkraft an Maschine

Ein Arbeiter arbeitet an einer Maschine. Foto: Monika Skolimowska/Archivbild (Quelle: dpa)

Sachsens Wirtschaft verbucht einen anhaltend hohen Fachkräftebedarf und hat zunehmend Probleme bei der Besetzung von Stellen. Das geht aus einer am Donnerstag veröffentlichten Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) im Auftrag des sächsischen Wirtschaftsministeriums hervor. Demnach stieg im Vorjahr der Anteil der offenen Fachkräftestellen auf einen neuen Rekordwert von 43 Prozent. "Die Fachkräftesicherung bleibt die große unternehmerische Herausforderung der kommenden Jahre", sagte Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD).

Vor allem für kleinere Unternehmen mit weniger als neun Beschäftigten ist es schwer, Mitarbeiter zu finden. 61 Prozent der angebotenen Stellen konnten demnach bis zum Zeitpunkt der Erhebung nicht besetzt werden. Besonders betroffen ist demnach das Baugewerbe sowie unternehmensnahe Branchen. Für das aktuelle IAB-Betriebspanel wurden von Juli bis Oktober 2018 insgesamt 1229 Betriebe befragt.

Laut Studie sind in Sachsen 15 Prozent aller Betriebe tarifgebunden. Damit stieg die Tarifbindung von Betrieben und Beschäftigten im Vergleich zum Vorjahr zwar um einen Prozentpunkt, langfristig aber zeigt sich ein Abwärtstrend: Seit 2005 verringerte sich die Tarifbindung 20 auf 15 Prozent.

Gute Rahmenbedingungen, faire Löhne und Tarifbindung seien immer wichtigere Wettbewerbsinstrumente, so Dulig. Seit 2016 stehen den Kreisen und Städten ein Regionalbudget zur Gewinnung von Fachkräften zur Verfügung. Den Angaben zufolge wurden 380 regionale Projekte mit einem Volumen von rund 35 Millionen Euro umgesetzt.

Bei der Befragung im Oktober 2018 gaben vier Prozent aller Betriebe an, aktuell oder in der Vergangenheit Geflüchtete beschäftigt zu haben. Das waren doppelt so viele wie im Jahr zuvor. Mit 74 Prozent sprach sich die Mehrheit dieser Unternehmen dafür aus, aufgrund der Erfahrungen auch in Zukunft Geflüchtete beschäftigen zu wollen. Insgesamt stieg die Zahl der Beschäftigten laut Studie um zwei Prozent.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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