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Forschungsgemeinschaft sperrt Hirnforscher nach Vorwürfen

Tübingen  

Forschungsgemeinschaft sperrt Hirnforscher nach Vorwürfen

19.09.2019, 15:20 Uhr | dpa

Forschungsgemeinschaft sperrt Hirnforscher nach Vorwürfen. Hirnforscher Birbaumer

Niels Birbaumer, Hirnforscher aus Tübingen. Foto: Horst Haas/Archivbild (Quelle: dpa)

Nach Vorwürfen der Datenfälschung sperrt die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) den renommierten Tübinger Hirnforscher Niels Birbaumer und seinen Mitarbeiter für mehrere Jahre. Sie wirft den Forschern wissenschaftliches Fehlverhalten vor im Zusammenhang mit einer Studie über die Kommunikation mit gelähmten Patienten. Birbaumer werde für fünf Jahre von der Antragsberechtigung und von jeder Gutachtertätigkeit bei der DFG ausgeschlossen, sein Mitarbeiter für drei Jahre, teilte sie am Donnerstag in Bonn mit.

Birbaumer hatte im Jahr 2014 Patienten mit der Nervenkrankheit ALS untersucht und die Ergebnisse 2017 im Fachmagazin "Plos Biology" veröffentlicht. Sie galten als Sensation: Die vollständig gelähmten und sprachunfähigen Menschen sollten Fragen in Gedanken beantworten, während die Wissenschaftler mit einer speziellen Kopfhaube und Computern ihre Hirnaktivität maßen. Der Studie zufolge sollte auf diese Weise eine Kommunikation möglich sein.

Einen ersten Hinweis auf mögliche Fehler in der Studie gab ein Postdoktorand bereits 2018. Mehrere Untersuchungen konnten die Vorwürfe gegen die Studie nicht entkräften.

Nach der Entscheidung der DFG räumte Birbaumer "Unzulänglichkeiten bei der Publikation" ein. Die Untersuchungen der schwer kranken Menschen hätten immer wieder unterbrochen werden müssen, weil der Zustand der Patienten dies erfordert habe. Deshalb sei unter anderem nicht jeder einzelnen Schritt der Datenauswertung beschrieben und durch begleitende Videoaufnahmen dokumentiert worden, räumte Birbaumer ein.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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