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Süßkartoffel-Anbau wird erprobt

Gülzow-Prüzen  

Süßkartoffel-Anbau wird erprobt

20.09.2019, 07:11 Uhr | dpa

Süßkartoffel-Anbau wird erprobt. Süßkartoffel-Ernte

Süßkartoffeln werden geerntet. Foto: Bernd Wüstneck (Quelle: dpa)

Süßkartoffeln sind in Asien, Amerika und Afrika seit Generationen beliebt, nun finden sie auch immer mehr Zuspruch in Europa. Der Klimawandel macht es möglich, dass das Gemüse auch in Mecklenburg-Vorpommern im Freiland wachsen kann. Allerdings brauchen die Pflanzen eine gute Wasserversorgung. "Je eher die Temperaturen im Frühjahr steigen, je später sie im Herbst sinken, je länger die Vegetationszeit also, umso besser", sagte Kai-Uwe Katroschan, der Leiter des Gartenbaukompetenzzentrums in Gülzow. Sechs Wachstumsmonate von April bis September seien das Optimum.

In der Landesforschungsanstalt für Landwirtschaft und Fischerei in Güstrow-Gülzow hat bereits 2018 eine mehrjährige Versuchsreihe begonnen. Angestrebt werden Erträge um die 30 Tonnen je Hektar.

Mit der herkömmlichen Kartoffel ist die Süßkartoffel, ein Windengewächs, botanisch nicht verwandt. Geschmacklich gibt es kaum Unterschiede. Die Süßkartoffel macht ihrem Namen mit mehr als 4 Gramm Zucker je 100 Gramm alle Ehre. Hinzu kommen ein hoher Anteil für den Menschen wichtiger Nährstoffe und Mineralien, bei wenig Fettanteil. Weltweit werden jährlich 110 Millionen Tonnen produziert, davon rund zwei Drittel in China. In Europa gelten die Niederlande als Hauptanbaugebiet.

In Gülzow soll herausgefunden werden, was bei größeren Temperaturschwankungen passiert und wie die Berge an Blattgrün zu nutzen sind, die vor der Rodung entfernt werden müssen. In Afrika werden sie ähnlich wie Spinat zubereitet. In Deutschland sehen die Wissenschaftler diese Nutzung eher nicht, deshalb wollen sie einen Einsatz als Futter testen. Zudem soll der Handel befragt werden, welche Sorten und Fleischfarben die Verbraucher bevorzugen und wie groß das Angebot sein muss, um mit dem eigenen Anbau wirtschaftlich erfolgreich zu sein. Importe sollen mit Blick auf die langen Transportwege und die Klimabelastung reduziert werden.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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