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Gesunkener Segler "Seute Deern" soll gehoben werden

Bremerhaven  

Gesunkener Segler "Seute Deern" soll gehoben werden

21.09.2019, 01:27 Uhr | dpa

Gesunkener Segler "Seute Deern" soll gehoben werden. Gesunkenes Segelschiff "Seute Deern"

Das historische Segelschiff "Seute Deern" liegt nach einem Wassereinbruch auf dem Grund des Hafenbeckens. Foto: Carmen Jaspersen/Archivbild (Quelle: dpa)

Das gesunkene Museumsschiff "Seute Deern" soll am Samstag (ab 14.00 Uhr) in Bremerhaven gehoben werden. Das 100 Jahre alte Segelschiff ist nach einem Wassereinbruch Ende August abgesackt und liegt mit Schlagseite in einem Hafenbecken.

Damit die "Seute Deern" bei der Hebung im Gleichgewicht bleibt, sind 20 Luftsäcke rechts und links am Rumpf befestigt worden. Auftrieb soll das Schiff bekommen, indem das Wasser aus Rumpf abgepumpt wird. Dies wird nach Erwartungen der Ingenieure mehrere Stunden dauern. Wegen der technisch schwierigen Vorarbeiten hatte sich die Hebung mehrfach verzögert.

Der Dreimaster gilt als Wahrzeichen von Bremerhaven. Er wird als Restaurant genutzt und gehört zu den wichtigsten Schaustücken des Deutschen Schifffahrtsmuseums. Doch zugleich ist die "Seute Deern" ein Sorgenkind. Schon vor dem Unfall wurde sie nur mit Pumpen flott gehalten. Dem Holzrumpf fehlt seit dem Stapellauf 1919 in den USA ein Metallbeschlag, der ihn dauerhaft wasserdicht machen würde.

Eigentlich soll die Bark saniert werden. Dafür haben der Bund, das Bundesland Bremen und die Stadt Bremerhaven 30 Millionen Euro in Aussicht gestellt. Doch darüber kann erst entschieden werden, wenn der jetzige Notfall behoben ist. Bei den Planungen für die Sanierung sei derzeit "die Pause-Taste gedrückt", sagte Projektleiter Lars Kröger vom Schifffahrtsmuseum. Für die Hebung musste kurzfristig eine weitere Million Euro aufgetrieben werden.

Es ist nicht ausgeschlossen, dass die "Seute Deern" abgewrackt werden muss. Allerdings hoffen das Museum und die Stadt Bremerhaven darauf, sie zu erhalten. "Das Schiff ist Teil der Seele unserer Stadt", sagte Andree Krakow, ein technischer Berater bei der Beratung.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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