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SPD-Politiker: Geywitz nicht die Richtige für Vorsitz

Potsdam  

SPD-Politiker: Geywitz nicht die Richtige für Vorsitz

21.09.2019, 11:21 Uhr | dpa

SPD-Politiker: Geywitz nicht die Richtige für Vorsitz. Klara Geywitz

Olaf Scholz und Klara Geywitz. Foto: Marijan Murat/Archivbild (Quelle: dpa)

Die Brandenburger SPD-Politikerin Klara Geywitz hat ausgerechnet aus dem eigenen Landesvorstand heftige Kritik zur Bewerbung für die Bundesspitze bekommen: Schatzmeister Harald Sempf sprach ihr die Eignung ab. "Für die erste Reihe der Partei, und dann noch im Duo mit Olaf Scholz, ist sie nicht die Richtige", sagte Sempf dem "Spiegel" (Samstag). Wenn er Minister wäre, würde er sie aber zur Staatssekretärin machen und könne sich keine bessere vorstellen.

Geywitz sei zwar ein politisches Talent und eine klar denkende Analytikerin, sagte Sempf. Aber: "Diese Herzenswärme, die ihr zugeschrieben wird, woher die kommen soll, ist mir ein Rätsel." Die SPD brauche Politiker mit Wärme. "Aber Klara Geywitz könnte von der zwischenmenschlichen Wärme her auch eine 10 000er-Geflügelfarm leiten."

Geywitz bewirbt sich gemeinsam mit Bundesfinanzminister Scholz um den SPD-Bundesvorsitz. Bei der Landtagswahl in Brandenburg konnte sie zuletzt kein Direktmandat einholen und wird deshalb nicht im neuen Landtag vertreten sein. Der frühere Juso-Landeschef Sempf ist im Vorstand bekannt als Politiker mit "eigenem Kopf". Er ist seit 2016 Schatzmeister der SPD Brandenburg.

SPD-Generalsekretär Erik Stohn forderte Respekt. "Bisher habe ich den Prozess zur Auswahl des SPD-Bundesvorsitzes als offen, beteiligend, motivierend und fair erlebt", erklärte er am Freitagabend. "Ich hoffe, dass der Prozess respektvoll bleibt." Scholz und Geywitz brächten sich dabei hervorragend ein. "Die SPD Brandenburg ist froh und stolz, dass sich dieses Team und damit auch jemand aus ihren eigenen Reihen zur Wahl stellt."

Vorstandsmitglied Sempf verteidigte seine kritischen Worte. "Hier geht's um die Führung der Partei. Da legt man eben Maßstäbe an", sagte Sempf der Deutschen Presse-Agentur.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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