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Kläger will im Eilverfahren abgewählte Britz im Amt lassen

Saarlouis  

Kläger will im Eilverfahren abgewählte Britz im Amt lassen

24.09.2019, 11:50 Uhr | dpa

Kläger will im Eilverfahren abgewählte Britz im Amt lassen. Charlotte Britz

Charlotte Britz (SPD). Foto: Oliver Dietze/Archivbild (Quelle: dpa)

Per Eilverfahren will ein Kläger erreichen, dass die abgewählte Saarbrücker Oberbürgermeisterin Charlotte Britz (SPD) vorerst weiter im Amt bleibt. Und zwar so lange, bis über seine Klage auf Anfechtung der Stichwahl zur Saarbrücker Oberbürgermeisterwahl vom 9. Juni beim Verwaltungsgericht des Saarlandes entschieden sei, teilte das Gericht am Dienstag in Saarlouis mit. Bei der Stichwahl hatte sich Uwe Conradt (CDU) knapp gegen Britz durchgesetzt: Er tritt sein Amt am 1. Oktober an.

Wann über den Antrag auf Erlass einer einstweiligen Anordnung entschieden werde, sei noch offen, sagte der Gerichtssprecher. Auch wann der Ausgang der eigentlichen Klage feststehe, sei unklar.

Der Wähler hatte wegen angeblich schwerer Formfehler bei der Stichwahl Mitte August Klage beim Verwaltungsgericht gegen das Landesverwaltungsamt eingereicht. Es ging es um die Briefwahl zur Stichwahl: Auf einem Merkblatt sei auf einen gelben Stimmzettel-Umschlag hingewiesen worden, wobei auf dem Wahlschein ein Hinweis auf einen blauen Stimmzettel-Umschlag zu finden gewesen sei. Einen blauen Stimmzettel-Umschlag habe es aber nicht gegeben.

Dieser Fehler habe das Wahlergebnis beeinflusst, argumentiere der Wähler. Er wollte, dass die Wahl für ungültig erklärt werde. Das Landesverwaltungsamt habe den Fehler zwar bestätigt. Der Verstoß habe aber keine Auswirkung auf das Wahlverhalten gehabt, so dass das Amt die Anfechtung zurückgewiesen habe, hieß es vom Gericht.

Conradt erhielt bei der Stichwahl 50,3 Prozent der Stimmen, Britz 49,7 Prozent. Britz war seit Oktober 2004 Oberbürgermeisterin von Saarbrücken.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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