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Mann wegen Zerstörung von Rotmilan-Horst verurteilt

Franzburg  

Mann wegen Zerstörung von Rotmilan-Horst verurteilt

27.09.2019, 12:34 Uhr | dpa

Mann wegen Zerstörung von Rotmilan-Horst verurteilt. Richterhammer

Ein Richterhammer liegt auf einem Tisch im Verhandlungssaal. Foto: Uli Deck/Archivbild (Quelle: dpa)

Wegen der Zerstörung eines Greifvogelhorstes vermutlich im Zusammenhang mit der Planung eines Windparks im Landkreis Vorpommern-Rügen ist ein Mann zu einer Geldstrafe verurteilt worden. Das Amtsgericht Stralsund verhängte bereits im August eine Strafe in Höhe von 4500 Euro, wie ein Gerichtssprecher am Freitag sagte. Nach Angaben des Naturschutzbundes (Nabu) wurde ein solches Delikt damit erstmals in Deutschland gerichtlich bestraft.

Der Mann hatte laut Gericht im Mai 2018 bei Franzburg das Nest eines streng geschützten Rotmilans vernichtet. Der umgesägte Horstbaum habe Bedeutung für die Genehmigungsfähigkeit eines Windparks gehabt, sagte der Nabu-Landesvorsitzende Stefan Schwill. "Die Zerstörung des Horstes ist jedoch mitnichten ein Freifahrtschein für eine baldige Errichtung eines Windparks", ergänzte er. Auch zerstörte Horste würden im Genehmigungsverfahren noch über Jahre berücksichtigt.

Schwill sagte, Greifvogelhorste würden häufig zerstört, oft sei der Rotmilan betroffen. So seien nahe des geplanten Windparks Grünz bei Penkun (Landkreis Vorpommern-Greifswald) zwei Nester im Abstand von 200 Metern zerstört worden. Dabei habe Deutschland für das weltweite Überleben des Rotmilans eine immense Verantwortung: "Über die Hälfte des weltweiten Bestands brütet hierzulande", erklärte Schwill. Nahe des Windeignungsgebiets Wessin bei Crivitz (Landkreis Ludwigslust-Parchim) wurden laut Nabu zwischen 2016 und 2019 sechs Horste von Rotmilan, Mäusebussard, Fisch- und Seeadler zerstört.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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