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Bombe von Experten geborgen: Umgang mit "Tallboy" unklar

Bombe von Experten geborgen: Umgang mit "Tallboy" unklar

01.10.2019, 02:02 Uhr | dpa

Bombe von Experten geborgen: Umgang mit "Tallboy" unklar. Weltkriegsbombe

Eine entschärfte Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg wird abtransportiert. Foto: Uwe Zucchi/Archivbild (Quelle: dpa)

Polnische Spezialisten haben im Stettiner Haff erneut eine Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg geborgen. Die rund 700 Kilogramm schwere "Luft-See-Mine" englischer Bauart wurde am Morgen auf ein Marineschiff gehoben und abtransportiert, wie der Leiter des Kreisordnungsamtes Vorpommern-Greifswald Werner Hackbarth am Dienstag sagte. Es war bereits die dritte erfolgreiche Bombenbergung seit Juli auf dem deutsch-polnischen Haff unweit von Altwarp auf deutscher und Neuwarp (Nowe Warpno) auf polnischer Seite.

Die knapp drei Meter lange Bombe lag auf polnischer Seite am Südausgang des Kaiserkanals, der Stettin (Szczecin) und das Haff mit der Ostsee verbindet. Sie wurde mit dem Schiff durch den Kanal an Swinemünde (Świnoujście) vorbei in ein Marine-Übungsgebiet in der Ostsee gebracht, wo sie später gesprengt werden sollte.

In der Region waren 1944 und 1945 unter anderem die damals deutsche Stadt Swinemünde, die für die Rüstung wichtigen Hydrierwerke Pölitz (Police) sowie ein deutsches Panzerschiff in der Kaiserfahrt bombardiert worden. Aus dieser Zeit wurde erst kürzlich eine rund 5,4 Tonnen schwere Riesenbombe des englischen Typs "Tallboy" entdeckt, die seit Kriegsende in einer Hafeneinfahrt von Swinemünde in etwa zwölf Metern Tiefe liegt. Damit hatte die britische Luftwaffe damals Panzerschiffe bombardiert.

Ein Krisenstab in Polen berät noch immer, wie der riesige Blindgänger gefahrlos geborgen werden kann, wie Hackbarth sagte. Dabei steht unter anderem zur Debatte, diese Bombe eher nach Süden wegzuschaffen, als an der 41 000 Einwohner-Stadt mit ihren vielen Touristen nach Norden zur Ostsee.

Nach Angaben polnischer Behörden hat es schon mehrfach Bergungen von Blindgängern aus der Fahrrinne gegeben, aber mit einem so schweren Objekt habe man es zum ersten Mal zu tun. 

Das Stettiner Haff ist mit rund 680 Quadratkilometern etwas größer als der Bodensee. Seit 1945 ist es in einen deutschen und einen polnischen Abschnitt geteilt.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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