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Babyleiche in Mülltüte: Prozess gegen Mutter gestartet

Limburg an der Lahn  

Babyleiche in Mülltüte: Prozess gegen Mutter gestartet

01.10.2019, 02:03 Uhr | dpa

Babyleiche in Mülltüte: Prozess gegen Mutter gestartet. Der Eingang zum Landgericht in Limburg

Landgericht Limburg. Foto: Fredrik von Erichsen/Archivbild (Quelle: dpa)

Nach dem Fund einer verwesten Babyleiche in einer Plastiktüte steht die Mutter des Kindes vor dem Landgericht Limburg. Die Staatsanwaltschaft wirft der heute 34-Jährigen vor, nach der Geburt des Jungen im Oktober 2015 in Mittelhessen zumindest billigend in Kauf genommen zu haben, dass ihr Kind sterben könnte. Zu Beginn der Verhandlung am Dienstag kündigte die Verteidigung eine Aussage der Angeklagten für den nächsten Prozesstag an (Aktenzeichen: 3 Js 4580/18 -2 Ks).

Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass die Schwangerschaft im Umfeld der Angeklagten unbemerkt geblieben war und sie das Kind heimlich in ihrer Badewanne im mittelhessischen Runkel (Kreis Limburg-Weilburg) zur Welt gebracht hatte. Die Angeklagte soll vermutet haben, dass das Kind tot geboren wurde. Denn der Junge soll nicht geschrien haben und blau angelaufen sein. Sie sei sich aber nicht sicher gewesen. Gleichwohl habe sie das Baby wieder ins Wasser zurückgleiten lassen und erst nach mehreren Minuten wieder herausgeholt.

Erst Jahre später, Anfang 2018, fanden Dritte beim Entrümpeln eines Kellers die Leiche in einer Plastiktüte, die in einem Rucksack steckte. Die Staatsanwaltschaft wirft der Angeklagten versuchten Totschlag vor. Der Junge war demnach ihr viertes Kind.

Die Anklagebehörde geht davon aus, dass das Baby tot zur Welt kam. Sicher ist das allerdings nicht: Eine Rechtsmedizinerin erläuterte dem Gericht am Dienstag, dass aufgrund des schlechten Zustandes der Leiche nicht mehr festgestellt werden konnte, ob das Baby bei der Geburt gelebt hatte oder tot war. Der Prozess wird am 21. Oktober fortgesetzt.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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