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Mehr Bewusstsein für Deutschlands alte Bäume: Nationalerbe

Heede  

Mehr Bewusstsein für Deutschlands alte Bäume: Nationalerbe

01.10.2019, 13:18 Uhr | dpa

Mehr Bewusstsein für Deutschlands alte Bäume: Nationalerbe. Sommerlinde

Eine Baumstamm einer alten Sommerlinde. Foto: Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa (Quelle: dpa)

Sommerlinde, Gingko und Eibe: Mit dem Titel "Nationalerbe-Baum" will die Deutsche Dendrologische Gesellschaft (DDG) das Bewusstsein für Exemplare mit Uralt-Potenzial fördern. Als erster "Nationalerbe-Baum" wird am 5. Oktober die Dicke Sommer-Linde in Heede im Emsland (Niedersachsen) ausgezeichnet, wie der Leiter des Kuratoriums Nationalerbe-Bäume, Andreas Roloff, am Dienstag mitteilte. Mit 17 Metern Stammumfang sei sie der bundesweit dickste vollstämmige Baum und mit einem Alter von 600 bis 800 Jahren ein seltenes Exemplar der langlebigen Baumarten.

Die DDG will insgesamt 100 "Nationalerbe-Bäume" mit dem Siegel versehen. "Sie sollen erhalten, gepflegt und geschützt werden, damit sie in Würde altern können", sagte der Dresdner Forstwissenschaftler Roloff. Dabei gehe es vor allem um mehr als 400 Jahre alte Exemplare mit über vier Meter Stammumfang und dem Potenzial zum Tausendjährigen. Sie optimierten ihre Lebens- und Wachstumsprozesse und seien hochinteressant für die Wissenschaft, aber gefährdet.

Nach Angaben Roloffs werden viele der wenigen wirklich alten Bäume in Deutschland verstümmelt oder gekappt, um sie vermeintlich verkehrssicher zu machen. Auch negativer Stress und Standortprobleme sorgten für vorzeitige Alterung bis zum Absterben. "Es hängt von den Finanzen oder der Lust der Personen in den Kommunen ab, die dafür zuständig sind", kritisierte Roloff den "leichtfertigen Umgang" mit den Giganten.

Die Auszeichnung als "Nationalerbe-Baum" beinhaltet eine Förderung von Schutz, Erhaltung und Pflege. Auch der Gingko im Schlosspark Jahnishausen in Riesa (Sachsen) und eine Eibe in Flintbek bei Kiel (Schleswig-Holstein) werden laut Roloff demnächst gekürt.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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