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Fälle von multiresistentem Keim in Uniklinik Greifswald

Rostock  

Fälle von multiresistentem Keim in Uniklinik Greifswald

02.10.2019, 11:47 Uhr | dpa

Fälle von multiresistentem Keim in Uniklinik Greifswald. 4MRGN

In der Universitätsklinik hält eine Mitarbeiterin eine Abklatschplatte mit Keimen vom Acinetobacter 4MRGN. Foto: Stefan Puchner/dpa (Quelle: dpa)

Im Universitätsklinikum Greifswald sind drei weitere Fälle des multiresistenten Darmbakteriums 4MRGN Klebsiella pneumoniae festgestellt worden. Damit seien dem Landesamt für Gesundheit und Soziales inzwischen 17 Nachweise aus vier Krankenhäusern im Landkreis Vorpommern-Greifswald übermittelt worden, teilte das Amt am Mittwoch in Rostock mit. Sechs Patienten gelten demnach als infiziert, die anderen elf lediglich als besiedelt.

In den drei jüngsten Fällen an der Universitätsmedizin Greifswald seien die betroffenen Personen mit dem Bakterium besiedelt, aber nicht daran erkrankt. Ein Fall sei Ergebnis der Screening-Maßnahmen in der Unimedizin. Bei den anderen beiden Fällen hatte demnach bereits der Verdacht bestanden, die endgültige Bestätigung aus dem Nationalen Referenzzentrum Bochum aber noch ausgestanden.

Für gesunde Menschen ist das Bakterium dem Landesamt zufolge ungefährlich. Bei Menschen mit geschwächtem Immunsystem könne es jedoch schwere Infektionen hervorrufen. Die üblichen Antibiotika seien bei der Behandlung unwirksam, es gebe jedoch wirksame Reservemedikamente. Der Erreger hat dem Chefhygieniker der Universitätsmedizin Greifswald, Nils Hübner, zufolge einen besonderen Mechanismus entwickelt, zwei Enzyme zu bilden, die die üblichen Antibiotika aufspalten und unwirksam machen.

Alle Maßnahmen, die weitere Ausbreitung des Bakteriums in Krankenhäusern zu verhindern, werden dem Landesamt zufolge aufrechterhalten. So sollen alle Patienten in Krankenhäusern untersucht werden, die bereits in den vergangenen sechs Monaten in einer der betroffenen Kliniken stationär behandelt worden waren. Gesunde Menschen verlieren den Keim den Angaben zufolge nach einer gewissen Zeit.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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