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Gondelabsturz auch vier Wochen nach Unglück ungeklärt

Hessisch Lichtenau  

Gondelabsturz auch vier Wochen nach Unglück ungeklärt

03.10.2019, 08:44 Uhr | dpa

Gondelabsturz auch vier Wochen nach Unglück ungeklärt. Gondel-Unglück

Blick auf den Sendeturm auf dem Hohen Meißner, von dem am 03.09.2019 eine Wartungsgondel abgestürzt war. Foto: Uwe Zucchi/dpa (Quelle: dpa)

Vier Wochen nach dem Gondelabsturz mit drei Toten in Nordhessen sind die Untersuchungen des Unfalls immer noch nicht abgeschlossen. "In dem Verfahren wegen des Gondelabsturzes dauert die Auswertung durch den beauftragten Sachverständigen an", sagte eine Sprecherin der Kasseler Staatsanwaltschaft auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. Details, was noch untersucht werden muss, nannte sie nicht. Damit ist weiter unklar, was genau den Absturz auslöste.

Zuletzt hatten sich die Hinweise auf einen Defekt verdichtet. Das vorläufige Ergebnis der Untersuchung stütze den Verdacht einer technischen Unfallursache, hieß es von den Ermittlern Mitte September. Zuvor hatten ein Sachverständiger mit Polizei und Mitarbeitern des Regierungspräsidiums Kassel den Gondelkorb, das Stahlseil mit Fix- und Aufhängepunkten sowie die Seilwinde überprüft.

Das Unglück hatte sich Anfang September auf dem Berg Hoher Meißner im Werra-Meißner-Kreis ereignet. Dort stehen drei Masten des Hessischen Rundfunks (hr), die bis zu 220 Meter hoch sind. Der Unfall ereignete sich an dem höchsten. Die Männer sollten auf dem Sendemasten eine neue Antenne für den Digital-Hörfunk DAB+ montieren. Auch der Mitteldeutsche Rundfunk (MDR) wollte die Anlage für die Übermittlung von Radioprogrammen nutzen. Die Versorgung im Grenzgebiet zwischen Hessen und Thüringen sollte so verbessert werden.

Bei der Fahrt auf den Turm stürzten die Mitarbeiter einer Berliner Firma mit der Wartungsgondel ab. Der Hessische und der Mitteldeutsche Rundfunk zeigten sich nach dem Unfall bestürzt und setzten die Montage aus. "Die Arbeiten sind eingestellt und ruhen bis auf Weiteres", sagte ein hr-Sprecher. Das sei mit Rücksicht auf die Angehörigen der Opfer geschehen, aber auch mit Blick auf das Wetter. Die Verbesserung der Versorgung mit DAB+ für Thüringen verschiebe sich dadurch.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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