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Aue-Coach hadert mit dem Videobeweis: "Macht keinen Spaß"

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Aue-Coach hadert mit dem Videobeweis: "Macht keinen Spaß"

06.10.2019, 10:16 Uhr | dpa

Aue-Coach hadert mit dem Videobeweis: "Macht keinen Spaß". Dirk Schuster

Aues Trainer Dirk Schuster steht vor dem Spiel im Stadion. Foto: Sebastian Kahnert/dpa-Zentrabild/dpa (Quelle: dpa)

Nach dem Punktgewinn beim SV Sandhausen war Pascal Testroet stolz auf seine Auer. "Hier haben schon andere Mannschaften verloren. Ein 2:2 gegen einen direkten Konkurrenten dank unserer guten Moral ist völlig in Ordnung", sagte der Mittelstürmer des FC Erzgebirge: "Wir gehen nach neun Spielen mit 15 Punkten auf dem Konto in die Länderspielpause, das ist super."

Testroet war es, der den Sachsen mit einem verwandelten Handelfmeter in der 77. Minute das Unentschieden rettete. Zuvor hatte Sandhausens Denis Linsmayer im Zweikampf mit Philipp Zulechner den Ball im Strafraum mit der Hand gespielt. Erst nach dem Videobeweis zeigte Schiedsrichter Christof Günsch auf den Elfmeterpunkt. Die Entscheidung sorgte im Nachgang für viele Diskussionen.

"Klare Verarschung, dieser Videobeweis geht mir so auf die Eier. In der ersten Halbzeit kriegen wir selbst keinen Elfmeter, dann bekommen wir einen Elfmeter gegen uns. So etwas regt mich auf", schimpfte Dennis Diekmeier mit drastischen Worten am Radio-Mikrofon des SWR. Der Sandhäuser Kapitän hätte sich im ersten Durchgang ebenfalls einen Pfiff gewünscht. Aues Innenverteidiger Marko Mihojevic war der Ball unglücklich an die Hand gesprungen, Günsch ließ weiterspielen.

Für Dirk Schuster waren die Entscheidungen des Schiedsrichters regelkonform. Trotzdem übte Aues Trainer Kritik an der Handhabung des Videobeweises - obwohl der FC Erzgebirge wie schon in der Vorwoche beim 4:1 gegen Dynamo Dresden davon profitierte. "Es macht im Moment keinen Spaß, als Trainer an der Linie oder als Fan im Block zu stehen und immer eine Ewigkeit warten zu müssen, was passiert: Darf man sich freuen oder muss man sich ärgern? In den beiden letzten Spielen gingen die Entscheidungen zwar zu unseren Gunsten aus, aber ich glaube, dass da noch alles arg in den Kinderschuhen steckt", meinte Schuster, der sich eine Modifizierung wünscht, damit "der Videobeweis zu einer sinnvollen Ergänzung des Fußballsports wird".

Seine Mannschaft war am Samstag durch ein Eigentor von Alexander Schirow (5.) früh in Führung gegangen. Anschließend gerieten die "Veilchen" nach Gegentreffern von Aziz Bouhaddouz (16.) und Kevin Behrens (26.) in Rückstand. "Dadurch haben wir den Faden verloren. Erst ab der 60. Minute haben wir wieder richtig ins Spiel gefunden und uns zurückgebissen. Der Punkt war verdient, aber auch hart erarbeitet", sagte Schuster, der ebenfalls mit einem guten Gefühl in die Länderspielpause gehen kann.

Verzichten muss er in den kommenden Tagen aufgrund von internationalen Abstellungen auf Florian Krüger (U20-Auswahl), Marko Mihojevic (EM-Qualifikation mit Bosnien-Herzegowina) und John-Patrick Strauß (Länderspielreise mit der Philippinischen Nationalmannschaft).

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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