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Ermittlungen gegen 94 Jahre alte ehemalige KZ-Schreibkraft

Itzehoe  

Ermittlungen gegen 94 Jahre alte ehemalige KZ-Schreibkraft

07.10.2019, 11:23 Uhr | dpa

Ermittlungen gegen 94 Jahre alte ehemalige KZ-Schreibkraft. Justitia

Eine Statue der Justitia mit einer Waage in ihrer Hand. Foto: David-Wolfgang Ebener/dpa (Quelle: dpa)

Wegen Verdachts der Beihilfe zum Mord ermittelt die Staatsanwaltschaft Itzehoe gegen eine 94 Jahre alte ehemalige Schreibkraft des Konzentrationslagers Stutthof bei Danzig. Überlebende des Lagers seien in Israel und den USA als Zeugen vernommen worden, sagte Oberstaatsanwalt Peter Müller-Rakow am Montag. Die Frau arbeitete von 1943 bis 1945 als Schreibkraft in dem KZ. "Die Frage ist, was sie dort geschrieben hat", sagte er. Sollte die 94-Jährige angeklagt werden, müsste sich wegen ihres damaligen Alters vor der Jugendkammer verantworten. Zuvor hatten der NDR und das "Flensburger Tageblatt" darüber berichtet.

Die Staatsanwaltschaft sei durch die für die Aufklärung von NS-Verbrechen zuständige Zentralstelle in Ludwigsburg auf den Fall der im Landgerichtsbezirk lebenden Frau aufmerksam geworden, sagte Müller-Rakow. Diese habe der Behörde 2016 Akten übergeben. Er konnte keine Angaben darüber machen, ob die 94-Jährige bereits zu den Vorwürfen befragt wurde.

Vor dem Landgericht Hamburg muss sich vom 17. Oktober an ein 92 Jahre alter ehemaliger SS-Wachmann wegen Verdachts der Beihilfe zum 5230-fachen Mord verantworten. Der in der Hansestadt lebende Angeklagte war laut Staatsanwaltschaft von August 1944 bis April 1945 im KZ Stutthof als Wachmann im Einsatz.

Im KZ Stutthof und seinen Nebenlagern sowie auf den sogenannten Todesmärschen zu Kriegsende starben nach Angaben der Zentralstelle in Ludwigsburg rund 65 000 Menschen.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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