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Gedenkbaum in Zwickau soll ersetzt werden

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Gedenkbaum in Zwickau soll ersetzt werden

07.10.2019, 14:50 Uhr | dpa

Gedenkbaum in Zwickau soll ersetzt werden. Abgesägter Gedenkbaum für NSU-Opfer Enver Simsek

Gedenkort für Enver Simsek, dem ersten Opfer der Terrorzelle NSU, im Schwanenteichpark Zwickau. Foto: Sebastian Willnow/dpa-Zentralbild/dpa (Quelle: dpa)

Mit Blumen und einer Schweigeminute gegen den Hass: In Zwickau haben sich am Montagmittag rund 120 Menschen an dem von Unbekannten abgesägten Gedenkbaum für Enver Simsek versammelt. Dazu aufgerufen hatten Schüler eines Gymnasiums in unmittelbarer Nähe des Gedenkortes. "Wir wollen keine Nazi-Stadt sein und wir sind auch keine Nazi-Stadt, doch wir haben ein Problem mit Rechtsextremismus", sagte Jakob Springfeld, Mitinitiator des spontanen Gedenkens an Simsek, das erste Mordopfer des "Nationalsozialistischen Untergrunds" (NSU).

Die Stadt Zwickau kündigte indes am Montag an, den Gedenkbaum zu ersetzen. Die Eiche war Anfang September gepflanzt worden. Wie geplant, sollen auch Gedenkbäume für die neun weiteren Opfer der rechtsextremen Terrorzelle NSU gepflanzt werden. Der genaue Termin soll noch bekannt gegeben werden. Die Stadt richte ein Spendenkonto für die Bäume ein. "Wir lassen uns nicht unterkriegen", sagte Oberbürgermeisterin Pia Findeiß (SPD). Gerade jetzt sei es wichtig, an die Opfer des Rechtsterrorismus zu erinnern und ein deutliches Zeichen gegen Intoleranz und für das demokratische Gemeinwesen zu setzen.

Die abgesägte Eiche und eine kurz darauf zerstörte Holzbank, die ebenfalls an den 38-jährigen Blumenhändler erinnerte, hatte zuvor deutschlandweit Empörung hervorgerufen. Seit Bekanntwerden des Vorfalls wurden an der Stelle im Schwanenteichpark zahlreiche Blumen gepflanzt und niedergelegt. Für Freitag (18.00 Uhr) planen engagierte Zwickauer zudem eine Gedenkveranstaltung.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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