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Später Prozess-Beginn nach Überfall auf Juwelier

Rostock  

Später Prozess-Beginn nach Überfall auf Juwelier

08.10.2019, 03:32 Uhr | dpa

Später Prozess-Beginn nach Überfall auf Juwelier. Landgericht Rostock

Das Schild am Landgericht Rostock. Foto: Bernd Wüstneck/zb/dpa (Quelle: dpa)

Mehr als acht Jahre nach dem Raubüberfall auf ein Juweliergeschäft in Bad Doberan muss sich ein heute 32 Jahre alter Mann aus Armenien vor dem Landgericht Rostock verantworten. Zum Prozessauftakt am Dienstag warf die Staatsanwaltschaft dem Mann vor, im Januar 2011 zusammen mit zwei Komplizen den Juwelier geschlagen, gefesselt, geknebelt, mit einer Schreckschusspistole bedroht und beraubt zu haben. Die Räuber entkamen laut Anklage mit Schmuck und Bargeld im Wert von etwa 23 000 Euro.

Zwei der Männer waren kurz nach dem Überfall gefasst und zu jeweils sechs Jahren Gefängnis verurteilt worden. Die Strafen wurden inzwischen verbüßt. Der 32-Jährige flüchtete den Angaben zufolge nach Armenien und stellte sich erst im Frühjahr 2019 den Behörden. Laut Landeskriminalamt waren Zielfahnder auf der Spur des Mannes.

Am ersten Prozesstag gestand der Angeklagte, der seit dem Jahr 2000 im Rostocker Umland gelebt hatte, Geld aus dem Tresor und Schmuck aus den Auslagen an sich genommen zu haben. Er sei maskiert gewesen und habe die ungeladene Waffe in der Hand gehalten. Er bestritt allerdings, den Juwelier misshandelt oder gefesselt zu haben. Was sein Komplize während des Überfalls im Geschäft machte, habe er nicht mitbekommen. Der zweite Komplize wartete demnach im Fluchtwagen. Wenige Kilometer außerhalb Bad Doberans hatten die drei einen Unfall verursacht, wodurch die Ermittler auf die Spur der Täter kamen.

Er sei damals spielsüchtig gewesen und habe Geld gebraucht, sagte der Angeklagte vor Gericht. Nun aber wolle er "sauber sein" und nicht auf Dauer ein schlechtes Gewissen gegenüber seiner kleinen Tochter haben müssen. Deshalb habe er sich gestellt.

Der überfallene Juwelier gab als Zeuge zu Protokoll, dass sich der Angeklagte daran beteiligt hatte, ihn zu fesseln. Auch habe dieser mitbekommen, dass der andere Täter ihn geschlagen habe. Der frühere Komplize verweigerte unterdessen die Zeugenaussage, obwohl ihm als Konsequenz Beugehaft angedroht wurde. Allerdings verzichteten Staatsanwaltschaft und Verteidigung nach einer Beratungspause, ihn weiter anhören zu wollen.

Der Prozess wird am Freitag mit den Plädoyers fortgesetzt. Das Urteil wird voraussichtlich am 16. Oktober verkündet.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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