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Westküste fordert klimafreundliche Energiepolitik

Husum  

Westküste fordert klimafreundliche Energiepolitik

08.10.2019, 13:44 Uhr | dpa

Die Kreise Nordfriesland und Dithmarschen haben den Bund und das Land Schleswig-Holstein aufgefordert, bei der Energieerzeugung dem Klimaschutz mehr Gewicht zu geben. "Uns eint die Sorge, dass der Klimawandel und der damit verbundene Meeresspiegelanstieg für uns als Küstenanrainer zur Existenzfrage wird", erklärte am Dienstag Dithmarschens Landrat Stefan Mohrdieck. In dem Schreiben der Kreise an Kanzlerin Angela Merkel, Energieminister Peter Altmaier (beide CDU) und an die Landesregierung dringen die mit vielen Windanlagen ausgestatteten Westküsten-Kreise auf einen konsequenten Ausbau der erneuerbaren Energien.

Die Kreise bekräftigten ihre Forderung an den Bund, Hindernisse für die sogenannte Sektorenkopplung zu beseitigen. Gemeint ist die Vernetzung verschiedener Bereiche der erneuerbaren Energien. "Es widerspricht dem Pariser Abkommen, dem auch die Bundesregierung verpflichtet ist, dass im Klimaschutzprogramm der Bundesregierung jetzt nur angekündigt wird, die Hindernisse zu identifizieren, und ein möglicher Abbau ausdrücklich unter dem Vorbehalt "soweit wirtschaftlich sinnvoll" steht", heißt es in dem Schreiben.

Die Kreise signalisieren auch die Befürchtung, die für Ende des Jahres angekündigte Nationale Wasserstoffstrategie könnte verwässert werden. "Sie ist ohnehin überfällig und darf nicht durch die Lobbyarbeit von Vertretern der traditionellen Industrien ausgebremst werden", sagte Landrat Mohrdieck.

Beide Kreise unterstützten die Haltung des Landes gegen eine Verpressung von Kohlendioxid mit der CCS-Technik. "CCS ist weder an Land noch unter der Nord- oder Ostsee zu rechtfertigen", sagte Nordfrieslands Landrat Dieter Harrsen. "Die Gefahr für das Grundwasser ist einfach zu groß." Beide Kreise äußern die Erwartung, dass die Bundesregierung ihre Ankündigung zurücknimmt, die Forschung und Entwicklung der umstrittenen Technologie zu fördern.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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