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Bistum Trier kritisiert Umfrage zu Strukturreform

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Bistum Trier kritisiert Umfrage zu Strukturreform

08.10.2019, 13:56 Uhr | dpa

Bistum Trier kritisiert Umfrage zu Strukturreform. Ulrich Graf von Plettenberg

Ulrich Graf von Plettenberg. Foto: Birgit Reichert/dpa (Quelle: dpa)

Das Bistum Trier hat eine Umfrage der Initiative "Kirchengemeinde vor Ort" zu der geplanten Strukturreform im Bistum als "tendenziös" kritisiert. Zudem sei die Art der Befragung "unseres Erachtens nicht wirklich aussagekräftig", teilte Generalvikar Ulrich Graf von Plettenberg für das Bistum Trier am Dienstag mit. Die Initiative hatte insgesamt 500 Katholiken im Bistum vom Marktforschungsinstitut abh Market Research online befragen lassen. Eines der Ergebnisse: Zwei Drittel stehen demnach der neuen Pfarreienstruktur negativ gegenüber.

Von Plettenberg führte aus, von den Befragten hätten nur 42 Prozent bei der ersten Frage angegeben, dass sie sich mit den Aktivitäten des Bistums beschäftigten. "Für den weiteren Fortgang heißt das, dass die meisten Befragten gar keine begründete Meinung zu den Fragen haben können", schrieb er. Zudem seien in den Fragen und Thesen der Umfrage die Vorhaben des Bistums "kaum verständlich oder nur sehr verkürzt formuliert". Schließlich würden Themen vermischt, "um die Tendenzen der Initiative zu bestätigen".

Das Bistum Trier will die bisherigen 887 Pfarreien in zwei Stufen ablösen und durch 35 Großpfarreien ersetzen. In einem ersten Schritt sollen Anfang 2020 die ersten 15 Einheiten an den Start gehen, weitere Großpfarreien sollen spätestens bis Anfang 2022 folgen. Der Neuzuschnitt ist Teil eines Reformpakets, das eine Synode Ende April 2016 für das Bistum beschlossen hat - auch angesichts sinkender Priester- und Mitgliederzahlen. Der Umbau sieht auch Änderungen in der Arbeitsweise der Gremien und bei der Vermögensverwaltung vor.

Die Initiative "Kirchengemeinde vor Ort" wendet sich vor allem gegen die Auflösung der Pfarreien alten Zuschnitts. Sie hat angekündigt, vor mehreren Gerichten klagen zu wollen, um die Pläne zu stoppen. Das Bistum Trier zählt knapp 1,4 Millionen Katholiken in Rheinland-Pfalz und im Saarland.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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