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Tiefensee rechnet mit Verkauf von insolventem Autozulieferer

Hörselberg  

Tiefensee rechnet mit Verkauf von insolventem Autozulieferer

08.10.2019, 17:05 Uhr | dpa

Tiefensee rechnet mit Verkauf von insolventem Autozulieferer. Wolfgang Tiefensee (SPD)

Wolfgang Tiefensee, Vorsitzender der SPD Thüringen und Wirtschaftsminister des Landes, spricht in ein Mikrofon. Foto: Sebastian Willnow/zb/dpa (Quelle: dpa)

Thüringens Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) erwartet, dass der insolvente Automobilzulieferer JD Norman Germany eine Zukunft mit einem neuen Eigentümer hat. "Die Gespräche mit potenziellen Käufern können beginnen", sagte Tiefensee am Dienstag nach einer Belegschaftsversammlung in dem Thüringer Werk in Hörselberg-Hainich (Wartburgkreis) der Deutschen Presse-Agentur. "Wichtig ist, dass die Produktion aufrechterhalten wird. Ich bin angesichts der qualifizierten Belegschaft zuversichtlich, dass eine Lösung für den Erhalt der Arbeitsplätze gefunden wird."

Von der finanziellen Schieflage des Unternehmens sind laut vorläufigem Insolvenzverwalter knapp 500 Arbeitnehmer in Hörselberg-Hainich und rund 190 im hessischen Witzenhausen betroffen.

Die Insolvenz werfe ein Licht auf die Situation mehrerer Automobilzulieferer in Thüringen und Deutschland, sagte Tiefensee. Die Kunden hätten ihre Bestellungen zurückgefahren. Hergestellt würden in dem Thüringer Werk von JD Norman Gussteile unter anderem für Motorgehäuse. Das Werk sei damit vom Trend zur Elektromobilität betroffen.

Tiefensee warnte vor einer Verteufelung von Verbrennungsmotoren, weil einige Unternehmen bei Abgaswerten betrogen hätten. "Es steckt noch Potenzial in dieser Technologie." Nötig sei, den Unternehmen eine Übergangszeit beim Antriebswechsel zu ermöglichen. Die Landesregierung wolle angesichts der Probleme von Autozulieferern eine Art schnelle Eingreiftruppe installieren. "Das Instrument hat sich schon bei Opel in Eisenach und Siemens in Erfurt bewährt", sagte der Minister.

JD Norman in Thüringen beliefert seine Kunden nach Angaben des vorläufigen Insolvenzverwalters Holger Leichtle weiter. Das Unternehmen hatte 2017 das Geschäft der insolventen REGE Motorenteile GmbH übernommen.

Die Automobilindustrie ist bisher der umsatzstärkste Industriebereich in Thüringen. Laut Statistischem Landesamt liegt ihr Jahresumsatz bei mehr als 4,5 Milliarden Euro. In der Autoindustrie im engeren Sinne sind rund 16 500 Arbeitnehmer beschäftigt.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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