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Staatsregierung prüft Optionen für ICE-Bahnhof am Flughafen

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Staatsregierung prüft Optionen für ICE-Bahnhof am Flughafen

09.10.2019, 11:44 Uhr | dpa

Staatsregierung prüft Optionen für ICE-Bahnhof am Flughafen. S-Bahn Flughafen München

Leere Gleise der S-Bahn führen zum Flughafen München mit dem Tower im Hintergrund. Foto: Lino Mirgeler/dpa (Quelle: dpa)

Die Staatsregierung will in einer Machbarkeitsstudie die Optionen für einen ICE-Bahnhof am Münchner Flughafen prüfen. Das Ergebnis soll in der zweiten Jahreshälfte 2020 vorliegen, wie Verkehrsminister Hans Reichhart dem "Münchner Merkur" (Mittwoch) sagte. Der CSU-Politiker begründete das mit dem Klimaschutz: Die Fernbahnanbindung des Flughafens sei wichtig, "damit Inlandsflüge wegfallen".

Die Prüfung der Optionen beinhaltet dabei auch die Machbarkeit einer neuen Trasse. Angesichts der regelmäßigen Bürgerproteste gegen Verkehrsprojekte ist das ein politisch schwieriges Thema. Verkehrsfachleuten gilt die fehlende Fernzug-Verbindung als ein Geburtsfehler des 1992 eröffneten zweitgrößten deutschen Flughafens.

Während der Frankfurter Flughafen bequem mit dem Zug erreichbar ist, müssen Münchner Fluggäste aus dem Norden Oberbayerns und Franken mit der Bahn zuerst in die Münchner Innenstadt fahren und dort in die häufig unzuverlässige S-Bahn umsteigen. Die Fahrt zum Flughafen dauert dabei länger als eine ICE-Fahrt von Ingolstadt oder Augsburg nach München.

Neu sind Reichharts Denkspiele keineswegs: Die Überlegungen für den Flughafen in den Achtziger Jahren sahen die Fernbahn-Anbindung vor. Die Bahn plante damals einen "Intercity Spezial", der sechsmal pro Tag in jeder Richtung zwischen den Flughäfen München und Frankfurt über Mannheim, Stuttgart, Ulm und Augsburg verkehren sollte - Eröffnungsdatum 1995.

Vorgesehen war darüber hinaus für das Jahr 2000 der Stundentakt mit IC-Zügen von München-Pasing zum Flughafen. Vorher sollte noch die Schienenspange Neufahrn-Flughafen zur Anbindung des Flughafens an die Strecke nach Landshut gebaut werden. Einzig dieses letztere Vorhaben ist mittlerweile verwirklicht - die "Neufahrner Kurve" wurde Ende 2018 mit zwanzig Jahren Verspätung in Betrieb genommen.

Da die Fernzug-Anbindung nicht zustande kam, favorisierte die Staatsregierung zwischenzeitlich lange den Bau des Transrapid zum Flughafen, bis auch dieser Plan im vergangenen Jahrzehnt scheiterte. Unerfüllt ist bislang die Vision des früheren Ministerpräsidenten Edmund Stoiber (CSU) aus dem Jahr 2002: "Sie steigen in den Hauptbahnhof ein. Sie fahren mit dem Transrapid in zehn Minuten an den Flughafen."

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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