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Kranich-Rekord in Vorpommern: Vögel fliehen vor der Kälte

Groß Mohrdorf  

Kranich-Rekord in Vorpommern: Vögel fliehen vor der Kälte

09.10.2019, 12:28 Uhr | dpa

Kranich-Rekord in Vorpommern: Vögel fliehen vor der Kälte. Kranich-Rekord in Vorpommern

Auf den Äckern in Vorpommern sammeln sich Tausende Kraniche, um sich vor dem Weiterflug Energiereserven anzufuttern. Foto: Bernd Wüstneck/dpa-Zentralbild/dpa (Quelle: dpa)

So viele Kraniche wie noch nie rasten derzeit in der Vorpommerschen Boddenlandschaft. 86 000 Vögel seien gezählt worden, sagte der Leiter des Kranichzentrums des Naturschutzbundes in Groß Mohrdorf, Günter Nowald, am Mittwoch. Bisher lag der Rekord bei 72 000 Kranichen im Jahr 2014. Auch in anderen Regionen Mecklenburg-Vorpommerns halten sich viele Kraniche auf. Sie sind vor einem Kälteeinbruch in Skandinavien und Osteuropa geflohen, wie Nowald sagte. Auch der Wind sei günstig gewesen. "So sind praktisch alle Kraniche in riesigen Zugwellen aus Skandinavien gleichzeitig in unserer Region eingetroffen", erläuterte er.

Die Menge an Kranichen dürfe nicht darüber hinwegtäuschen, dass sie in diesem Jahr aufgrund der Trockenheit sehr wenig Nachwuchs haben. "In den Rastgemeinschaften liegt der Jungvogelanteil unter 5 Prozent. Knapp das Doppelte wäre nötig, um eine stabile Population zu haben", sagte Nowald. "Wenn sich dieser Trend mit nur so wenigen Nachkommen klimabedingt weiter fortsetzt, wird die Kranichpopulation langfristig wieder abnehmen."

Ob das Futter für die vielen Vögel reicht, sei schwer zu sagen. Da der Mais größtenteils schon im September geerntet wurde, könnte es knapp werden. Die Vögel weichen auf Neuansaaten aus, was zu Konflikten mit den Landwirten führe. Nowald schätzt, dass die auch als Vögel des Glücks bezeichneten Kraniche noch ein bis zwei Wochen in der Region bleiben werden und dann in die Winterquartiere weiterziehen. Kraniche sind eigentlich Allesfresser und nehmen auch Insekten, Würmer, Mäuse und Früchte.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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