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Batterieforscher in Münster begeistert von Nobelpreis-Wahl

Stockholm  

Batterieforscher in Münster begeistert von Nobelpreis-Wahl

09.10.2019, 17:27 Uhr | dpa

Batterieforscher in Münster begeistert von Nobelpreis-Wahl. Akira Yoshino

Akira Yoshino, diesjähriger Nobelpreisträger für Chemie, hält das Modell einer Lithium-Ionen-Batterie. Foto: ---/kyodo/dpa (Quelle: dpa)

Begeistert vom Nobelpreis in Chemie für drei Batterieforscher zeigte sich am Mittwoch Martin Winter. "Das ist eine super Nachricht, ich bin ganz begeistert", sagte Winter nach der Nachricht aus Stockholm. Der Professor am MEET (Münster Electrochemical Energy Technology) im westfälischen Münster gilt als einer der führenden Forscher in Deutschland zu Lithium-Ionen-Batterien. Keine andere technische Lösung vereine so viele positive Eigenschaften auf einmal wie diese Art, sagte Winter der Deutschen Presse-Agentur. Keine andere Batterie sei so schnell aufzuladen, biete das geringste Gewicht und die größte Reichweite. Fazit des Wissenschaftlers, der seit rund zehn Jahren auf diesem Gebiet forscht: Ohne die Lithium-Ionen-Batterie wäre bei der Entwicklung der Elektromobilität erst die Hälfte des Weges erreicht.

"Wir müssen die Ansprüche an die Batterien etwas herunterfahren. Die meisten Leute fahren heute nicht so weit. Der Deutsche fährt am Tag im Schnitt ca. 40 Kilometer", sagte der Forscher zum Stand von Forschung und Entwicklung. "Wenn ich bereit bin, Kompromisse zu machen, dann reichen die Batterien für die Elektromobilität längst aus. Dazu gehört dann aber auch zum Beispiel, dass ich auf der Autobahn nicht rase."

Die Einstellung beim Thema Elektromobilität und Reichweite müsse sich ändern. "Ich kann dann nicht sagen, dass ich die Freiheit haben möchte, spontan und ohne Pause während der Fahrt meine Schwiegermutter mit dem Elektroauto in Südsizilien besuchen zu müssen."

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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