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Ersparnisse durch Schornstein gejagt? Gericht weist Klage ab

Soest  

Ersparnisse durch Schornstein gejagt? Gericht weist Klage ab

10.10.2019, 17:04 Uhr | dpa

Ersparnisse durch Schornstein gejagt? Gericht weist Klage ab. Landgericht Arnsberg

Der Eingangsbereich des Landgerichts Arnsberg. Foto: Bernd Thissen/dpa (Quelle: dpa)

Ungewöhnliches Urteil am Landgericht Arnsberg: Die Richter wiesen die Schadenersatzklage eines Mannes ab, der behauptete, 540 000 Euro in einem Ölheizungskessel versteckt zu haben - bis ein Kumpel die Anlage angeschaltet und bis auf 20 000 Euro alles verbrannt habe. Laut einem Gerichtssprecher fiel das Urteil (Az. I-2 O 347/18) bereits am 13. September, es wurde durch einen Bericht der "BILD" bekannt.

Wie der Sprecher sagte, soll sich der Vorfall zum Jahreswechsel 2014/2015 in Soest ereignet haben. Der Besitzer einer Werkstatt habe einen Freund gebeten, während seines zweiwöchigen Urlaubs nach dem rechten zu sehen. Der Freund sagte vor Gericht aus, es sei kalt in der Werkstatt gewesen - daher habe er die Heizung angemacht. Der Werkstattbesitzer wiederum trug vor, er habe seine ganze Ersparnisse im Heizkessel versteckt gehabt. Die Anlage habe er zuvor demontiert. Der Bekannte des Klägers hatte sie aber wieder zusammen gebaut.

Als der Werkstatt-Besitzer wieder heim kam, sei fast alles Asche gewesen. 20 000 Euro habe er über die Bundesbank rekonstruieren können. 520 000 Euro wollte er nun von dem Bekannten - dem er die Freundschaft gekündigt habe - wieder bekommen.

Laut Gericht steht fest, dass der Ex-Kumpel die Heizung angemacht hatte. Auch die Summe von 540 000 Euro wurde als "wahr unterstellt". Aber: Niemand hätte auf die Idee kommen können, dass jemand Geld in der Heizung versteckt, erklärten die Richter. Klage abgewiesen. Der Werkstatt-Besitzer kann noch in Revision gehen, die Frist läuft laut Gericht in wenigen Tagen ab.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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