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Oberbürgermeisterwahl nach rechtem Terror in Halle

Halle (Saale)  

Oberbürgermeisterwahl nach rechtem Terror in Halle

13.10.2019, 01:09 Uhr | dpa

Oberbürgermeisterwahl nach rechtem Terror in Halle. Ratshof und Stadthaus Halle

Der Ratshof (l) und das Stadthaus (r) in Halle(Saale). Foto: Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/dpa (Quelle: dpa)

Wenige Tage nach dem Terroranschlag eines Rechtsextremisten wird in Halle ein neuer Oberbürgermeister gewählt: Seit Sonntagmorgen (08.00 Uhr) sind in der größten Stadt in Sachsen-Anhalt die 126 Wahllokale geöffnet, wie die Stadtverwaltung mitteilte. Rund 191 000 Männer und Frauen sind aufgerufen, ihre Stimme bei der ersten Runde der Oberbürgermeisterwahl abzugeben. Nach dem Anschlag vom Mittwoch waren viele Wahlkampfaktionen abgesagt worden.

Neben dem parteilosen Amtsinhaber Bernd Wiegand treten sieben Kandidaten an. Zu ihnen gehört der Chef des Landessportbundes, Andreas Silbersack (FDP), der von den Liberalen und der CDU unterstützt wird, sowie der Linken-Landtagsabgeordnete Hendrik Lange, den neben seiner eigenen Partei auch SPD und Grüne mittragen. Die Wahllokale sind bis 18 Uhr geöffnet.

Am Mittwoch hatte ein schwer bewaffneter Mann versucht, in die Synagoge in Halle einzudringen, in der rund 50 Gläubige den jüdischen Feiertag Jom Kippur begingen. Als der Plan scheiterte, erschoss der Täter eine Passantin und einen Mann in einem Döner-Imbiss. Der 27 Jahre alte Verdächtige sitzt in Untersuchungshaft. Er hat antisemitische und rechtsextremistische Motive eingeräumt.

Die Kandidaten für den Oberbürgermeister-Posten hatten nach der Tat ihre Aktivitäten abgesagt. Um gewählt zu werden, braucht ein Kandidat mehr als die Hälfte aller Stimmen. Gelingt das niemandem, kommt es in zwei Wochen zur Stichwahl.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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