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Bündnis leitet Volksbegehren gegen Lehrermangel ein

Magdeburg  

Bündnis leitet Volksbegehren gegen Lehrermangel ein

14.10.2019, 01:11 Uhr | dpa

Bündnis leitet Volksbegehren gegen Lehrermangel ein. Klassenzimmer

Ein leeres Klassenzimmer. Foto: Bodo Schackow/zb/dpa (Quelle: dpa)

Auf dem Weg zu einem Volksbegehren gegen den Lehrermangel leiten die Organisatoren die nächsten Schritte ein. Vertreter des Bündnisses wollen Innenstaatssekretärin Tamara Zieschang (CDU) heute in Magdeburg die Unterschriften ihrer Unterstützer übergeben. Das kündigten die Mitorganisatoren von der Lehrer-Gewerkschaft GEW an. Um ein Volksbegehren in Gang zu setzen, sind in Sachsen-Anhalt 6000 gültige Unterschriften nötig. Das Innenministerium wird im Anschluss prüfen, ob das Kriterium erfüllt ist. Sollte das der Fall sein, wollen die Organisatoren von Anfang 2020 an wieder Unterschriften sammeln, dieses Mal aber deutlich mehr.

Gelingt es, rund 170 000 Unterstützer für ihr Anliegen zu gewinnen, dann muss sich der Landtag mit ihrem Vorschlag für ein Gesetz gegen den Lehrermangel beschäftigen. Das Bündnis aus Schülern, Eltern und Gewerkschaftern will etwa, dass feste Personalschlüssel für die Pädagogen an den Schulen verankert werden. Es hatte bereits vor zwei Jahren eine Initiative für mehr Lehrer gestartet. Aus Sicht des Bündnisses reichen die Anstrengungen des Landes weiterhin nicht aus.

Bildungsminister Marco Tullner (CDU) wies zuletzt erneut darauf hin, dass es weniger ein Problem sei, neue Pädagogen einzustellen als vielmehr, genügend geeignete Bewerber für die ausgeschriebenen Stellen zu finden.

Das ist allerdings nötig: Einem Expertengutachten zufolge muss Sachsen-Anhalt bis zum Jahr 2030 jährlich rund 730 Lehrerinnen und Lehrer einstellen, um steigende Schülerzahlen und viele Altersabgänge auszugleichen. Auch derzeit verfehlt die Landesregierung ihr selbst gestecktes Ziel bei der Abdeckung der Unterrichtsstunden.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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