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Friedhofszwang: Kommission tut sich mit Neuregelung schwer

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Friedhofszwang: Kommission tut sich mit Neuregelung schwer

14.10.2019, 15:29 Uhr | dpa

Friedhofszwang: Kommission tut sich mit Neuregelung schwer. Torsten Lange betrachtet eine Urne

Torsten Lange, Vorsitzende des Bestatterfachverbandes MV, betrachtet eine Urne. Foto: Danny Gohlke/dpa (Quelle: dpa)

Die Expertenkommission zur Bestattungskultur in Mecklenburg-Vorpommern hat ihr Votum zum Friedhofszwang vertagt. Auch die Frage, ob man künftig einen kleinen Teil der Asche eines lieben Verstorbenen in einem Schmuck-Anhänger oder einer Kleinplastik mit nach Hause nehmen kann, blieb beim Treffen der Kommission am Montag offen.

Theologie-Professor Thomas Klie von der Universität Rostock empfahl, Trauernden künftig zu erlauben, eine Urne für gewisse Zeit bis zur Bestattung bei sich zu Hause behalten zu dürfen, um Abschied nehmen zu können. Früher seien die Menschen dafür nach ihrem Tod zu Hause aufgebahrt worden.

Diesem Vorschlag schlossen sich unter anderem die Landtagsabgeordnete Eva-Maria Kröger (Linke) und der Vorsitzende des Bestatterfachverbandes Mecklenburg-Vorpommern, Torsten Lange, an. Andere Mitglieder der Expertenkommission, wie Claudia Schophuis von der Katholischen Kirche, lehnten eine solche Möglichkeit vehement ab. Markus Wiechert von der evangelischen Nordkirche warb für das Abschiednehmen auf dem Sterbebett.

Angesichts der weit auseinanderliegenden Positionen verschob der Kommissionsvorsitzende Heinrich Lang die Verabschiedung einer Empfehlung für den Landtag auf die nächste Sitzung im November.

Die Kritiker gaben zu bedenken, dass mit der Urne im privaten Umfeld Missbrauch betrieben werden könne. Wer die Urne habe, könne anderen, die auch trauern wollten, den Zugang verwehren, hieß es. Claudia Schophuis betonte: "Keine Aufbewahrung der Urne zu Hause, keine Aufhebung des Friedhofszwangs, keine Teilung der Asche."

Klie argumentierte, die Ascheteilung gebe es bereits. Wer einen kreativen Bestatter finde, bekomme alles, was er oder sie wolle, und sei es aus der Schweiz oder den Niederlanden mit ihren liberalen Bestattungsgesetzen. Es habe sich in der Bevölkerung einiges geändert. "Wir sind jetzt beim Nerv der Dinge."

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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