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Semesterstart-Feier als Zeichen gegen Diskriminierung

Hildesheim  

Semesterstart-Feier als Zeichen gegen Diskriminierung

14.10.2019, 16:43 Uhr | dpa

Semesterstart-Feier als Zeichen gegen Diskriminierung. Studenten sitzen in einem Hörsaal der Universität Hildesheim

Studenten sitzen in einem Hörsaal der Universität Hildesheim. Foto: Julian Stratenschulte/dpa (Quelle: dpa)

Hildesheim (dpa/lni) - Nach dem Terroranschlag von Halle hat die Universität Hildesheim bei ihrer Feier zum Semesterstart für das friedliche Zusammenleben der Religionsgemeinschaft geworben. "Zu den großen Herausforderungen unserer deutschen Gesellschaft zählt der wiedererstarkte Rechtsextremismus und der Antisemitismus", sagte Universitätspräsident Wolfgang-Uwe Friedrich am Montag. "Wir verurteilen den Antisemitismus ebenso wie die Islamophobie. Beides sind mörderische Ideologien." Wer an der Uni Hildesheim Diskriminierung persönlich erlebe, könne und solle sich persönlich an ihn wenden, betonte der Präsident.

Die Universität Hildesheim hat rund 8800 Studierende, knapp zehn Prozent stammen aus dem Ausland. Mit etwa 2600 Studierenden bildet die Hochschule rund ein Drittel der niedersächsischen Grund-, Haupt- und Realschullehrkräfte aus.

Zu der Feier waren Vertreter der jüdischen Gemeinde, der islamischen Gemeinde sowie der christlichen Kirchen eingeladen worden, um ein Zeichen gegen Hass zu setzen. Der Vorsitzende des Landesverbandes der Jüdischen Gemeinden von Niedersachsen, Michael Fürst, sagte: "Was wir erlebt haben in Halle, sprengt Dimensionen." Die Studierenden hätten die Freiheit, in Hildesheim und überall in Deutschland zu studieren. Als Gegenleistung sollten sie Mut, Zivilcourage und Toleranz aufbringen - also aufstehen, wenn sie merken, dass ein anderer bedrängt wird.

Am Mittwoch hatte ein schwer bewaffneter 27-Jähriger versucht, in die mit mehr als 50 Gläubigen besetzte Synagoge in Halle zu gelangen. Als das misslang, erschoss er außerhalb des Gotteshauses zwei Menschen. Der Deutsche hat die Tat gestanden und antisemitische und rechtsextreme Motive eingeräumt.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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