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WBS 70-Plattenbauten in Neubrandenburg unter Denkmalschutz

Neubrandenburg  

WBS 70-Plattenbauten in Neubrandenburg unter Denkmalschutz

15.10.2019, 10:58 Uhr | dpa

WBS 70-Plattenbauten in Neubrandenburg unter Denkmalschutz. Plattenbau mit DDR-Wandbild

Das Hochhaus-Wandbild "Die Quelle" von Wolfram Schubert prägt die Hochhaussiedlung in Neubrandenburg. Foto: Bernd Wüstneck/zb/dpa (Quelle: dpa)

Die Neubrandenburger Hochhaussiedlung mit dem Riesen-Wandbild "Die Quelle" ist nach Ansicht des Landesamtes für Denkmalpflege ein historisch wertvolles und schutzwürdiges Ensemble. Die 15 Gebäude des Plattenbautyps WBS 70 seien "ein Zeugnis der Sozialpolitik der DDR", sagte Jörg Kirchner vom Schweriner Landesamt auf einem Forum in Neubrandenburg. Die Hochhäuser mit 1100 Wohnungen seien im Gegensatz zu anderen Städten in der Grundsubstanz ursprünglich erhalten. Sie waren Anfang der 1980er Jahre entstanden, auch um die Bedeutung der Ex-DDR-Bezirksstadt Neubrandenburg hervorzuheben.

Vertreter zweier Wohnungsgesellschaften appellierten auf dem Forum am Montagabend als Eigentümer aber an die Stadt, weiter Modernisierungen unkompliziert zu ermöglichen. Die Stadt Neubrandenburg will das Gebäudeensemble unter Schutz stellen, weil es an Stadtentwicklung erinnert und für viele Neubrandenburger identitätsstiftend ist, wie es Oberbürgermeister Silvio Witt (parteilos) beschrieb. Insbesondere das mehr als 30 Meter hohe Wandbild von Wolfram Schubert soll erhalten werden. Das Bild, das damals an den sowjetischen Revolutionär Wladimir Iljitsch Lenin und die "Quellen des Marxismus-Leninismus" erinnern sollte, wird im Volksmund "Leiterplatte" genannt.

Der heute 93-jährige Schubert war damals Vorsitzender des Bezirksverbandes Bildender Künstler in Neubrandenburg und einer der einflussreichsten Künstler dieser Zeit, wie Kirchner sagte. Denkmale seien Anker der Geschichte und gäben den Menschen Gelegenheit, sich mit ihrer Vergangenheit auseinanderzusetzen.

Das riesige Fliesenbild wurde von der zuständigen Neubrandenburger Wohnungsgesellschaft bereits auf Stabilität geprüft, wie Geschäftsführer Frank Benischke sagte. Eine Restaurierung sei aber nicht vorgesehen. Er schätze, dass die von Mietern immer noch geschätzten Gebäude noch "bis 2050 oder 2060" stehen, dann aber ihre Lebensdauer erreicht hätten. Rund zwölf Millionen Euro seien in Modernisierungen geflossen.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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