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Wasserverbrauch in MV gestiegen

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Wasserverbrauch in MV gestiegen

15.10.2019, 12:25 Uhr | dpa

Wasserverbrauch in MV gestiegen. Leitungswasser läuft in ein Glas

Leitungswasser läuft in ein Glas. Foto: Lukas Schulze/dpa (Quelle: dpa)

In Mecklenburg-Vorpommern wird nach jahrelanger Stagnation wieder mehr Trinkwasser verbraucht. Im Jahr 2016 erreichte der Pro-Kopf-Verbrauch in den Haushalten 108 Liter am Tag, wie aus einem aktuellen Bericht des Statistischen Landesamtes hervorgeht. Drei Jahre davor waren es noch 105 Liter gewesen, in den Jahren 1998 bis 2007 um die 100 Liter. Damit liegt der Nordosten unter dem deutschen Durchschnitt: Bundesweit nutzte laut Bundesumweltamt jede Person im Jahr 2013 täglich rund 121 Liter Trinkwasser im Haushalt.

Die regionalen Unterschiede sind im Nordosten groß. Besonders hoch ist der Verbrauch in den Feriengebieten an der Küste, auf den Inseln und an der Seenplatte: Dort gibt es viele Orte mit einem Verbrauch von mehr als 130 Liter Wasser pro Einwohner. Auf Usedom übersteigt er mancherorts gar die 300-Liter-Marke. In der Antwort des Umweltministeriums auf eine Kleine Anfrage des CDU-Landtagsabgeordneten Bernhard Wildt werden als Beispiele genannt: Trassenheide (372,3 Liter Trinkwasser pro Tag und Einwohner), Peenemünde (342,8 Liter) oder Heringsdorf (336,4 Liter). Grund ist die große Zahl Gäste-Übernachtungen in Orten wie diesen.

In Rostock betrug der Pro-Kopf-Verbrauch im Jahr 2016 hingegen nur 96 Liter und in Schwerin 99 Liter. In vielen ländlichen Regionen benötigen die Menschen sogar weniger als 90 Liter am Tag. Die Zahlen werden alle drei Jahre erhoben. Die für 2016 wurden vor wenigen Wochen veröffentlicht. Der Gesamt-Trinkwasserverbrauch von Haushalten und Kleingewerbe in MV stieg dem Amt zufolge von 60,7 Millionen Kubikmeter im Jahr 2013 auf 63,3 Milliarden Kubikmeter im Jahr 2016.

Das Umweltministerium blickt mit gewisser Sorge auf die künftige Trinkwasserversorgung auf den Inseln. Aufgrund des Klimawandels werde davon ausgegangen, dass die Erneuerung der Grundwasservorkommen langfristig abnehmen werde, heißt es in der Antwort auf die Kleine Anfrage von Wildt. Die Auswirkungen würden im Osten des Landes stärker als im Westen sein und auf den Inseln stärker als im Binnenland. "Regionale Trinkwasserversorgungsprobleme können zukünftig nicht ausgeschlossen werden." An einem "Grundsatzplan 2040" werde zusammen mit den Wasserversorgern gearbeitet.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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