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Bildungsverbände fordern mehr Geld

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Bildungsverbände fordern mehr Geld

15.10.2019, 12:53 Uhr | dpa

Bildungsverbände fordern mehr Geld. Unterschiedliche Euro-Geldscheine liegen auf einem Haufen

Unterschiedliche Euro-Geldscheine liegen auf einem Haufen. Foto: Jens Büttner/zb/dpa (Quelle: dpa)

Bildungsverbände fordern 100 Millionen Euro Mehrausgaben pro Jahr für Mecklenburg-Vorpommerns Schulen. "Die Forderung nach mehr Geld wirkt erstmal platt", sagte der Landesvorsitzende der Lehrer-Gewerkschaft GEW, Maik Walm, am Dienstag, "Aber eigentlich reden wir über Zeit unseren Job ordentlich machen zu können." Die von der Landesregierung geplanten 50 Millionen Euro reichten nicht, um Personalmangel zu bekämpfen und gute, inklusive Bildung zu bieten. Deshalb werde für Samstag zu Demonstrationen in Schwerin, Rostock, Greifswald und Neubrandenburg aufgerufen.

Aktuell müssten sich Lehrer entscheiden, ob ihnen die Ausbildung der Kinder oder ihre Gesundheit wichtiger ist. Diese Konkurrenz müsse beseitigt werden. Auch der Verband der Sonderpädagogik schließt sich dem Aufruf an: "Inklusion war ursprünglich der Aufhänger für das neue Schulgesetz - davon ist jetzt nichts mehr übrig", sagt Verbands-Chef Tom Fischer. Er kritisiert, dass die Landesregierung die Schließung von Förderschulen plane, aber gleichzeitig keine Kapazitäten an den Regelschulen schaffe.

Der Sprecher der Landeskonferenz der Studierendenschaften, Hannes Christen, ruft ebenfalls zu Protest auf: Es würden mehr unbefristete Stellen in der Lehrerausbildung an den Unis gebraucht. Zudem müsste Studieren in Mecklenburg-Vorpommern durch mehr Zuschüsse an die Studierendenwerke gefördert werden.

Das Geld solle laut GEW-Chef Walm vor allem aus den Einsparungen der Landesregierung durch unbesetzte Stellen und den geringeren Löhnen von Berufsanfängern und Quereinsteigern kommen. Lehrkräfte müssen bis zu drei unbezahlte Überstunden die Woche machen und werden mit steigender Berufserfahrung besser bezahlt. Viele erfahrene und damit besser vergütete Lehrer gehen in den nächsten Jahren in den Ruhestand.

Der Protestaufruf wird neben der GEW, der Landeskonferenz der Studierendenschaften und dem Verband Sonderpädagogik auch vom Landeschülerrat sowie einigen regionalen Verbänden unterstützt. Insgesamt habe man 2000 Teilnehmer für die Demonstrationen angemeldet. Die geplante Erneuerung des Landesschulgesetzes hatte sich wegen Protesten von Eltern- und Bildungsverbänden bereits mehrfach verzögert. Das Bildungsministerium war zunächst für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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