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Empörung über Äußerung von AfD-Politiker zu Terror in Halle

Dresden  

Empörung über Äußerung von AfD-Politiker zu Terror in Halle

15.10.2019, 13:05 Uhr | dpa

Empörung über Äußerung von AfD-Politiker zu Terror in Halle. Roland Ulbrich (AfD)

Roland Ulbrich (AfD),Landtagsabgeordnete und Leipziger Stadtrat, blickt in die Kamera. Foto: Sebastian Willnow/dpa/Archivbild (Quelle: dpa)

Der AfD-Landtagsabgeordnete und Leipziger Stadtrat Roland Ulbrich sorgt mit Äußerungen zum Terroranschlag in Halle für Empörung. "Was ist schlimmer, eine beschädigte Synagogentür oder zwei getötete Deutsche?", fragte er auf seiner Facebookseite am Tag nach dem Terroranschlag, wie er der Deutschen Presse-Agentur bestätigte. Seit Dienstagmittag ist der Beitrag auf Facebook nicht mehr verfügbar. Nach Auffassung des Anwalts für Strafrecht stellt der Angriff auf die Synagoge kein versuchtes Tötungsdelikt dar. Der Haftbefehl legt Stephan B. zweifachen Mord und siebenfachen Mordversuch zur Last. Der 27-Jährige gestand am Freitag die Bluttat und bestätigte ein rechtsextremistisches, antisemitisches Motiv. Laut Generalbundesanwalt hatte der Täter sich zum Ziel gesetzt, in der Synagoge ein Massaker anzurichten.

Ulbrich hingegen stellt in Frage, dass der Attentäter Rechtsextremist ist. "Er könnte auch ein Psychopath sein. Warum schießt ein Rechtsextremist auf "Volksgenossen"?", sagte er der Deutschen Presse-Agentur am Dienstag. Die Welle der Empörung, die sein Facebook-Beitrag ausgelöst hatte, habe ihn überrascht.

Der Linken-Bundestagsabgeordnete und Vorsitzende der Linksfraktion im Leipziger Stadtrat Sören Pellmann kritisierte: "Ulbrich ist in wenigen Worten gelungen, die Gedankenwelt der AfD zu entlarven. Gleichzeitig verhöhnt er damit die über 50 potenziellen jüdischen Opfer in der Synagoge, die nur durch Glück das Attentat unversehrt überleben konnten", teilte er am Dienstag mit. Auch Grünen-Stadtrat Jürgen Kasek schrieb auf seinem Blog: "In all diesen Äußerungen schimmert der Geist des Nationalsozialismus durch."

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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