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Rückruf von Wilke-Wurst: Keimbelastung wird nicht geprüft

Erlangen  

Rückruf von Wilke-Wurst: Keimbelastung wird nicht geprüft

15.10.2019, 17:38 Uhr | dpa

Rückruf von Wilke-Wurst: Keimbelastung wird nicht geprüft. Fleischhersteller Wilke Wurstwaren

Blick auf die Produktionsgebäude des Fleischherstellers Wilke Wurstwaren. Foto: Uwe Zucchi/dpa/Archivbild (Quelle: dpa)

Die von einem Lebensmittelskandal betroffene Firma Wilke hat auch bayernweit Wurst, Fleisch und Aufstriche an Händler, Kantinen und Gastronomiebetriebe geliefert. Die Produkte mit dem Identitätskennzeichen "DE EV 203 EG" seien sofort zurückgerufen und entsorgt worden, teilte ein Sprecher des Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) in Erlangen mit. Ob die Ware keimbelastet war wie in anderen Bundesländern, sei aber nicht überprüft worden.

"Wir gehen davon aus, dass alle Regierungsbezirke von dem Rückruf betroffen sind", sagte der Sprecher. Allein in der Stadt Regensburg waren es nach Angaben der Stadt vom Dienstag 130 belieferte Betriebe - darunter Kindergärten, Schulen und Krankenhäuser. Hinzu kamen zudem acht Kantinen und Mensen, neun Senioren- und Pflegeheime, 41 Cafés und Imbissbetriebe und 54 Gastronomiepartner. Ob die zurückgerufene Ware wirklich keimbelastet war, konnte die Stadt ebenfalls nicht sagen. Auch der Gastronomie-Großmarkt Hamberger mit Sitz in München habe die entsprechenden Lebensmittel als Vorsichtsmaßnahme sofort aus dem Verkauf genommen, sagte ein Sprecher des Großhändlers.

Die Produkte werden in so einem Fall gleich entsorgt. Deswegen lässt sich laut LGL nicht nachvollziehen, ob Personen in Bayern keimbelastete Produkte von Wilke aßen und daran erkrankten. Laut LGL erkrankten in diesem Jahr bislang 58 Menschen im Freistaat an einer sogenannten Listeriose. Die Patienten könnten sich aber genauso durch den Verzehr von Rohmilch, kaltgeräucherten Fisch, verpacktem Blattsalat oder vorgeschnittenem Obst infiziert haben.

Gesunde Erwachsene bekommen bei einer Infektion mit Listeriose höchstens Fieber, Muskelschmerzen, Erbrechen und Durchfall. Für Säuglinge, Schwangere oder ältere Personen kann die Krankheit aber lebensgefährlich werden.

In den Produkten der Firma Wilke waren wiederholt Listerien nachgewiesen geworden. Nach Angaben des hessischen Umweltministeriums starben daran bundesweit bislang drei Menschen. Anfang Oktober wurde der Betrieb aus Hessen geschlossen.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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