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In Dresden regt sich tausendfacher Protest gegen Pegida

Dresden  

In Dresden regt sich tausendfacher Protest gegen Pegida

16.10.2019, 12:21 Uhr | dpa

In Dresden regt sich tausendfacher Protest gegen Pegida. Pegida-Demonstration

Ein Pegida-Anhänger hält eine Pappe mit der Aufschrift "Grenzen zu!". Foto: Hendrik Schmidt/zb/dpa/Archivbild (Quelle: dpa)

Zum Jahrestag der islamfeindlichen Pegida-Bewegung wollen am Sonntag in Dresden Tausende Menschen für Toleranz, Vielfalt, Mitmenschlichkeit und ein weltoffenes Land auf die Straße gegen. Das Bündnis "Herz statt Hetze" hat für seine Demonstration 4000 Teilnehmer angemeldet, rechnet aber mit deutlich mehr Zuspruch, wie Sprecherin Rita Kunert am Mittwoch in Dresden mitteilte. 2018 waren bei Protesten am Jahrestag der 2014 gegründeten Pegida-Gruppierung 13 000 Menschen in der Elbestadt unterwegs. Pegida stehe für fünf Jahre Hass, Rassismus, Diskriminierung und üble Hetze, sagte Kunert.

An den Protesten beteiligen sich unter anderem die Initiativen "Fridays for Future", "Tolerave" und "Erhebet Eure Herzen" - ein Zusammenschluss ehemaliger Kruzianer. "Sachsen ist nicht braun, denn diese Farbe gibt es im Regenbogen nicht", sage Paul Simeon Pollenske von "Fridays for Future". Man wolle zeigen, dass Rassismus, Ausgrenzung und Fremdenhass kein Platz im Herzen der Dresdner haben.

Max Platz, der mit der Organisation "Hope - fight racism" am Rande jeder Pegida-Kundgebung gegen die selbsternannten "Patriotischen Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes" demonstriert, bedauerte die Gleichgültigkeit vieler Bürger. "Leider ist in den letzten Jahren die Bereitschaft der Dresdner stark gesunken, gegen die Rassisten auf die Straße zu gehen." Mitunter würden nur 50 Leute an Gegenprotesten teil.

Am Sonntag soll das anders sein. Insgesamt sind drei Demonstrationszüge, eine gemeinsame Kundgebung und ein Friedensgebet in der Frauenkirche geplant. Um die symbolische Uhrzeit fünf vor zwölf beginnt am Bahnhof Neustadt ein Marsch in Richtung Innenstadt, der an der Synagoge eine Schweigeminute einlegen und damit an den Anschlag von Halle erinnern will. Parallel treffen sich Vertreter von Parteien und Gewerkschaften am Bahnhof Mitte. Ein weiterer Demo-Zug in Regie der Netzwerke "Chemnitz nazifrei" und "Leipzig nimmt Platz"" startet 13 Uhr am Hauptbahnhof. Alle drei Züge vereinen sich dann auf der Wilsdruffer Straße, wo auf dem benachbarten Neumarkt Pegida eine Kundgebung macht.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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