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Missbrauchsopfer im Bistum Trier kritisieren Bischof

Trier  

Missbrauchsopfer im Bistum Trier kritisieren Bischof

16.10.2019, 12:56 Uhr | dpa

Missbrauchsopfer im Bistum Trier kritisieren Bischof. Stephan Ackermann, Bischof von Trier

Stephan Ackermann, Bischof von Trier. Foto: Marius Becker/dpa/Archivbild (Quelle: dpa)

Missbrauchsopfer im Bistum Trier werfen Bischof Stephan Ackermann "Ignoranz und Passivität" bei der Aufarbeitung des sexuellen Missbrauchs in der Diözese vor. Ein gutes Jahr nach der Veröffentlichung der sogenannten MHG-Studie zum sexuellen Missbrauch in der katholischen Kirche gebe es immer noch keine unabhängige Aufarbeitung im Bistum Trier, teilte die Initiative Missbit in Trier mit. Andere Bistümer dagegen seien bereits dabei, die Forderung der Studie umzusetzen, hieß es.

Der Trierer Bischof wies die Kritik am Mittwoch zurück. Er habe zugesagt, sich bei der unabhängigen Aufarbeitung "an die Kriterien und Standards zu halten", die mit dem Unabhängigen Beauftragten für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs der Bundesregierung, Johannes-Wilhelm Rörig, vereinbart würden. Diese sollten Ende des Jahres vorliegen. Von daher sei auch noch kein Projekt bistumsweit beauftragt. Eine erste einrichtungsbezogene unabhängige Aufarbeitung für und mit Betroffenen für das ehemalige Bischöfliche Internat Albertinum in Gerolstein starte am 31. Oktober.

Nach der Studie, die im Auftrag der Deutschen Bischofskonferenz zum Missbrauchsskandal erstellt wurde, sind im Bistum Trier in den Personalakten seit 1946 insgesamt 148 Priester wegen sexuellen Missbrauchs beschuldigt worden. Betroffen waren insgesamt 442 Opfer, darunter 252 männliche. Die Studie war Ende September 2018 vorgestellt worden. Sie ist benannt nach den Orten der Universitäten des Forschungskonsortiums - M(annheim)-H(eidelberg)-G(ießen).

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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