Sie sind hier: Home > Regional >

NSU: Linke will Entschädigungsfonds für Hinterbliebene

Schwerin  

NSU: Linke will Entschädigungsfonds für Hinterbliebene

16.10.2019, 13:04 Uhr | dpa

NSU: Linke will Entschädigungsfonds für Hinterbliebene. Peter Ritter (Die Linke)

Der innenpolitische Sprecher der Linken in Mecklenburg-Vorpommern, Peter Ritter. Foto: Christian Charisius/dpa/Archivbild (Quelle: dpa)

Die Linke im Landtag fordert einen Entschädigungsfonds für die Hinterbliebenen des NSU-Terrors. Die Landtagsfraktion werde im Rahmen der Beratungen zum Landeshaushalt 2020/2021 die Einrichtung eines "Fonds zur Entschädigung und Aufarbeitung der rassistischen Terrorserie des Nationalsozialistischen Untergrunds in MV" beantragen, teilte der innenpolitische Sprecher Peter Ritter am Mittwoch mit.

In den beiden Jahren sollten demnach jeweils 35 000 Euro bereitgestellt werden. Genommen werden solle das Geld aus Mitteln des Verfassungsschutzes. "Es liegt in unserer Verantwortung, dass den Hinterbliebenen rechten Terrors nicht nur Worte der Solidarität und Anteilnahme zuteil werden, sondern diesen Worten konkrete Maßnahmen folgen", so Ritter.

Innenminister Lorenz Caffier (CDU) lehnte Ritters Finanzierungsvorschlag ab. "Ich finde es politisch völlig unverantwortlich, die Jäger und die Opfer der Extremisten gegeneinander ausspielen zu wollen", erklärte er. Ritter könne sich gerne für einen Entschädigungsfonds einsetzen, aber nicht aus Miteln des Verfassungsschutzes. "Angesichts der Ereignisse in Halle muss auch der Verfassungsschutz insbesondere für den Kampf gegen den Rechtsextremismus gestärkt werden", betonte der Minister.

Die rechtsextreme Terrorzelle NSU hat 2004 in Rostock Mehmet Turgut erschossen. Insgesamt werden dem "Nationalsozialistischen Untergrund" zehn Morde in Deutschland in den Jahren 2000 bis 2007 zugeschrieben.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail


shopping-portal