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Kommunen am Tagebau Hambach kritisieren geplanten Kiesabbau

Elsdorf  

Kommunen am Tagebau Hambach kritisieren geplanten Kiesabbau

16.10.2019, 14:39 Uhr | dpa

Zwei Städte am Braunkohletagebau Hambach kritisieren, dass auf ihrem Gebiet jetzt auch noch ein großer Kiesabbau geplant ist. Nachdem für den Tagebau Hambach schon rund ein Drittel des Stadtgebiets von Elsdorf abgegraben wurde, würde die Stadt durch die Kiesgrube weiter in ihrer Entwicklung eingeschränkt, sagte der Elsdorfer Bürgermeister Andreas Heller (CDU) am Mittwoch. Die vom Kohleausstieg besonders betroffene Tagebaukommunen dürften nicht durch weitere Abbauvorhaben belastet werden. Auch aus dem benachbarten Bergheim kam Protest.

"Ansonsten müssen wir nicht mehr über das Thema Strukturwandel reden, über Arbeitsplätze, Wertschöpfungsketten und neue Siedlungsräume für das Kölner Umland", sagte Heller. An eine Kiesgrube werde niemand ziehen wollen. Elsdorf habe für den Tagebau schon genügend Opfer gebracht. Wegen des Tagebaus konnte sich die Stadt nach Westen nicht weiter ausbreiten.

Der Bergheimer Bürgermeister Volker Mießeler (CDU) sagte, der Eingriff in die Landschaft und die Belastung für die Bürger sei nach dem jahrzehntelangen Braunkohleabbau jetzt das falsche Signal. "Weil wir mit dem Strukturwandel jetzt schon eine Mammutaufgabe haben, Flächen so zu nutzen, dass wir Gewerbeansiedlungen ermöglichen und arbeitsplatzintensive Gewerbe zulassen, können wir die Flächen an der Stelle nicht hergeben", sagte der Bürgermeister. Die Stadt prüfe, ob es Alternativstandorte gibt.

Nach Angaben des Rhein-Erft-Kreises plant ein Unternehmen einen gut 90 Hektar großen Kiesabbau auf den Stadtgebieten von Bergheim und Elsdorf. Davon liegen knapp 54 Hektar auf Elsdorfer Gebiet. Der WDR hatte zuvor beichtet.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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