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Verbände in Baden-Württemberg wollen vor Salut-Jubel warnen

Freiburg im Breisgau  

Verbände in Baden-Württemberg wollen vor Salut-Jubel warnen

16.10.2019, 15:01 Uhr | dpa

Verbände in Baden-Württemberg wollen vor Salut-Jubel warnen. Salut-Jubel der türkischen Nationalmannschaft

Die Spieler von der Türkei mit (l-r) Yusuf Yazici , Cenk Tosun, Merih Demiral, Mehmet Zeki Celik und Hakan Calhanoglu gestikulieren. Foto: Uncredited/AP/dpa/Archivbild (Quelle: dpa)

Die Fußballverbände in Baden-Württemberg wollen ihre Vereine vor dem kommenden Spieltag sensibilisieren und so vor Strafen wegen unerlaubter Salut-Jubel schützen. "Wir sind gerade daran uns intern abzustimmen, wie und mit welchem Wortlaut wir die Vereine informieren. Weniger in die strafandrohende Richtung, eher in die sensibilisierende Richtung", sagte der Sprecher des Südbadischen Fußballverbandes, Thorsten Kratzner, der Deutschen Presse-Agentur am Mittwoch.

Im Land hatte es am vergangenen Wochenende mindestens in sechs Fällen Salut-Jubel gegeben wie bei der türkischen Nationalelf. "Es gab ein Fall in Singen. Da gab es eine Meldung vom Schiri entsprechend im Spielbericht. Das geht jetzt zum Sportrichter", sagte Kratzner. Der der Württembergische Fußballverband (wfv) berichtete von mindestens drei, der Badische Fußballverband (bfv) von mindestens zwei Vorkommnissen.

"Die Unterstützung kriegerischer Handlungen durch entsprechende öffentliche Bekundungen im Rahmen eines Fußballspiels sind mit unseren Verbandsgrundsätzen nicht in Einklang zu bringen. Wir werden die betreffenden Vereine und Mannschaften daher auffordern, davon künftig Abstand zu nehmen", hieß es in einer gemeinsamen Stellungnahme des wfv und des bfv. "Ob die betreffenden Spieler disziplinarrechtlich zu sanktionieren sind, ist ungeachtet der verbandspolitischen Missbilligung durch die unabhängige Sportgerichtsbarkeit zu entscheiden."

Türkische Nationalspieler hatten in den vergangenen Tagen wiederholt beim Torjubel einen militärischen Gruß gezeigt. Ihr politisches Bekenntnis zum Militäreinsatz türkischer Streitkräfte in Nordsyrien zur Bekämpfung der Kurdenmiliz YPG wird international kritisiert. Die Europäische Fußball-Union prüft die Vorfälle. Im Amateurbereich hatte der Salut-Jubel Nachahmer gefunden.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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