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Wirecard-Chef: Weiter keine Risiken für unser Geschäft

Aschheim  

Wirecard-Chef: Weiter keine Risiken für unser Geschäft

16.10.2019, 18:39 Uhr | dpa

Wirecard-Chef: Weiter keine Risiken für unser Geschäft. Umhängebändchen mit der Aufschrift "wirecard"

Umhängebändchen mit der Aufschrift "wirecard". Foto: Peter Kneffel/dpa/Archivbild (Quelle: dpa)

Der Vorstandschef des Zahlungsdienstleisters Wirecard sieht keine Beeinträchtigung des Tagesgeschäfts angesichts neuerlicher kritischer Berichte um Bilanzierungspraktiken. "Wir sehen keine Risiken für unser Geschäft", sagte Markus Braun am Mittwoch der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX. "Das operative Geschäft läuft hervorragend, wir schließen einen großen Deal nach dem anderen ab."

Die britische Wirtschaftszeitung "Financial Times" hatte am Vortag einen weiteren kritischen Artikel sowie interne Dokumente veröffentlicht und dem Konzern unsaubere Geschäftspraktiken bei der Rechnungslegung vorgeworfen. Der Aktienkurs war zeitweise um 23 Prozent eingebrochen. "Die Darstellung im Artikel ist inhaltlich substanzlos und falsch", bekräftigte Braun das Dementi des Dax-Konzerns. Braun ist mit einem Anteil von 7 Prozent der größte Aktionär des Unternehmens.

"Alle Geschäftsbeziehungen, die in unseren Abschlüssen verbucht wurden, sind natürlich authentisch", sagte er in Bezug auf die von der Zeitung aufgeworfenen Zweifel an Kundenbeziehungen. Seit geraumer Zeit veröffentlicht das Blatt kritische Berichte rund um den deutschen Finanzkonzern mit Sitz in Aschheim bei München. Im Frühjahr hatte eine Artikelserie den Aktienkurs in gut einer Woche um fast die Hälfte abstürzen lassen. Im Zuge von Untersuchungen musste Wirecard dann einräumen, dass einige Geschäfte in Singapur falsch verbucht wurden, aber in deutlich geringerem Umfang als von der Zeitung suggeriert. Systematische Luftbuchungen schließt das Unternehmen aus.

Der Fall beschäftigt weiter die Behörden. In Deutschland gehen Staatsanwaltschaft München und Finanzaufsicht Bafin dem Verdacht unerlaubter Marktmanipulation durch Spekulanten nach, die mit schlechten Nachrichten die Aktie unter Druck bringen und daran mittels sogenannter Leerverkäufe verdienen wollen.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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